DAM-Preis: Werk12 als beste Architektur 2021 ausgezeichnet

Der renommierte DAM Preis 2021 des Deutschen Architektur Museums geht an MVRDV und N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN für Werk12 in München..

 

Das Gewinnerprojekt steht im Mittelpunkt der Ausstellung mit den 25 besten Bauten in und aus Deutschland. Das WERK12 steht auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände nahe des Münchner Ostbahnhofs. Das Areal entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem experimentierfreudigen Stadtviertel. Umlaufende breite Balkonstege und Kaskadentreppen charakterisieren das Gebäude nach außen; seinen frisch-frechen Auftritt erhält es durch riesige Buchstaben mit Comics entlehnten Lautmalereien an der Fassade. Der freie Platz vor dem Haus unterstützt seinen Auftritt. Die Bilder des niederländischen Expo 2000- Pavillons tauchen nicht von ungefähr vor dem geistigen Auge auf: Er animierte den Bauherren zu dem Auftrag. Innen weist der fünfgeschossige Bau eine hohe Flexibilität für verschiedenste Nutzeransprüche auf. Durch eingezogene Galerien in den hohen Räumen entstehen zusätzliche Ebenen. Offene Installationen und Sichtbeton prägen das Innere. Ein Fitness-Studio belegt drei Etagen, eine davon mit Pool. Dazu kommen verschiedene Gastronomienutzungen und Büroflächen.

Die Präsentation zum DAM Preis 2021 zeigt aktuelle Architektur aus Deutschland und bemerkenswerte Projekte deutscher Architekturbüros in anderen Ländern. Eine Jury hat aus einer Longlist von über 100 zwischen Ende 2018 und Frühjahr 2020 fertiggestellten Gebäuden die 22 vorgestellten Bauensembles in Deutschland und drei Beispiele im Ausland ausgewählt. Aus dieser Shortlist wurden wiederum vier Bauten zu Finalisten für den DAM Preis 2021 nominiert, auf einer Juryfahrt begutachtet und schließlich das Gewinnerprojekt benannt.

Seit 2007 wird jährlich der DAM Preis für Architektur in Deutschland vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren vergeben. 

Aus der Shortlist wurden vier Projekte der Finalisten bestimmt. Dazu zählten außer dem Sieger  der Arbeitsgemeinschaft des niederländischen Architekturbüros MVRDV und den Münchner N-V-O Nuyken von Oefele entworfene Werk 12 im Münchner Werksviertel ,  das bereits im Rahmen der Architektouren 2020 digital vorgestellt wurde, zudem Far Frohn & Rojas mit dem Wohnregal in Berlin (siehe Foto oben), Kuehn Malvezzi mit dem Verwaltungsgebäude mit integrierten Dachgewächshaus in Oberhausen sowie O&O Baukunst mit der Hochschule für Schauspielkust Ernst Busch in Berlin.

Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2021 mit ausführlichen Besprechungen der Shortlist, den Finalisten und des Preisträgerprojekts, erschienen bei DOM publishers / Berlin, ist nun im Buchhandel sowie im DAM erhältlich..

Bildnachweis: FAR FROHN & ROJAS : Wohnregal, Berlin 

© Foto: David von Becker