Hochhauspreis: Auf die Spitze getrieben

Atemberaubende Hochhäuser wurden mit dem Emporis Skyscraper Award 2021 gekürt und für den Internationalen Hochhaus Preis 2022/23 nominiert.

 

Während in München jahrelang über den Bau von Hochhäusern wie die von Herzog & Meuron geplanten Türme über der Paketposthalle gestritten wird, werden in anderen Großstädten neu erbaute Wolkenkratzer prämiert. So erhielt nun das niederländische Architekturbüro MVRDV den renommierten Skyscraper Award für das Valley in Amsterdam.

Über die Schönheit des aus drei Gebäuden bestehenden, an ein zerklüftetes Gebirge erinnerten Valley gehen die Meinungen sicherlich auseinander. Das in München ebenfalls von MVRDV entworfene und vielfach ausgezeichnete Werk12 wirkt dabei gefälliger. Das 75.000 Quadratmeter große Projekt punktete bei der Jury aber durch den Einsatz zahlreicher umweltfreundlicher Technologien. Die rauen Ränder des Gebäudes werden immerhin mit 13.000 verschiedenen Pflanzen und Bäumen bepflanzt. 

Das mit dem Emporis Award zweitplatzierte 435 Meter hohe New Yorker Hochhaus 111 West 57th Street von SHop Architects überzeugt als weltweit schmalster Wolkenkratzer mit kühner Eleganz. Auf den dritten Platz wählte die Jury den von A&A Architects entworfenen NV Tower in Sofia, Bulgarien.

Für den Internationalen Hochhaus Preis (IHP), neben dem Emporis Skyscraper Award der bekannteste Hochhauspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, wurden derweil die für den IHP 2023/23 nominierten Gebäude bekanntgegeben. Unter den 34 Hochhäusern auf vier Kontinenten sind neben dem bereits erwähnten 111 West 57th Street in New York auch zwei aus Deutschland, beide in Frankfurt am Main, vertreten: Das 191 Meter hohe One von Meurer Architekten zeichnet sich durch eine markante Kopfausbildung aus, das aus vier Baukörper bestehende Senckenberg Quartier von Cyrus Moser Architekten beeindruckt mit seiner innovativen Fassadengestaltung.

Bildnachweis:  oben: Valley, Foto © Marcel Steinbach; kleines Bild: Foto: © David Sundberg