Werksviertel: Serviceplan schließt mit R&S größter Miet-Deal ab

Die Medienagentur Serviceplan hat im projektierten Bürokomplex iCampus im an der Friedensstraße knapp 40.000 Quadratmeter Bürofläche von der R&S Immobilienmanagement angemietet – der größte Münchner Mietabschluss in den vergangen zwölf Jahren.

 

Die Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG wird die drei Gebäude Alpha, Beta und Gamma damit komplett belegen und die neuen Flächen voraussichtlich 2022 beziehen. Das Unternehmen verlegt damit sein internationales Headquarter aus der Maxvorstadt in das in den kommenden Jahren neu entstehende Stadtquartier.

Es handelt sich bei der Anmietung um den größten Bürovermietungsdeal in München seit 2006. Seit Beginn der Statistik 1998 wurde nur vier Mal eine Anmietung über 35.000 m2 realisiert. Vermieter des iCampus ist eine Objektgesellschaft der R&S Immobilienmanagement GmbH.

JLL war bei dieser Anmietung für Serviceplan im Rahmen eines Alleinsuchauftrags beratend und vermittelnd tätig.

Quelle: Pressemeldung JLL vom 18.09.2018

Henn plant Entree für iCampus

Der Siegerentwurf für das neue Entree des iCampus der R&S Immobilienmanagement von Rohde & Schwarz an der Rhenania-Villa wurde gekürt. Das Business-Konzeptes für Coworking wurd nach dem Beschluss der Jury nach dem Entwurf von Henn Architekten verwirklicht.

 

Die Wettbewerbsergebnisse für den geplanten Neubau an die Rhenania-Villa an der Friedenstraße 22 im Werksviertel von Berg am Laim wurde von einer Jury aus Verantwortlichen der R&S Immobilienmanagement GmbH, Vertretern aus Politik, des Referats für Stadtplanung sowie dem Landesamt für Denkmalpflege ausgewertet. Der 1. Preis ging an Henn Architekten in München, der zweite Preis an Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (Prof. Jan Kleihues, Johannes Kressner) und der dritte Preis an Henning Larsen, München/Landau mit Kindelbacher, München (Werner Frosch, Viggo Harmst, Gerhard Landauer, Ludwig Kindelbacher).Die Entwürfe sind von 25. Juni bis 9. Juli 2018 bei der Ausstellung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung München, Blumenstraße 28b, zu sehen.

Die Juroren würdigten in diesem Zusammenhang vor allem die gelungene Einbettung in den städtebaulichen Kontext. Als besondere Leistung hob das Gremium die Dachpergolen hervor, mit denen die gestaffelten Höhen der Baukörper in eine natürliche Beziehung zueinander gesetzt werden. So entsteht eine beeindruckende Symbiose zwischen dem denkmalgeschützten Altbau der Rhenania-Villa und dem zukunftsweisenden Neubau des iCampus. Das neue Entree zum iCampus, als offen gestalteter Durchgang, ist ein wichtiger Bestandteil des Siegerentwurfs von HENN Architekten. Der Innenhof wird nachhaltig in die Außenanlagen des gesamten iCampus integriert.

 

„Die Besucher des Werksviertels gelangen künftig fußläufig über das neue Entree in den iCampus“, so Stephan Georg Kahl, Geschäftsführer der R&S Immobilienmanagement GmbH und Mitglied der Jury.
„Der iCampus ist der erste Business Campus, der Proworking als Campus-Konzept in Deutschland etablieren wird: Coworking professioneller gedacht und als Viertel im Werkviertel umgesetzt. Der iCampus kombiniert Coworking-Spirit mit Corporate-Anspruch und schafft so für Unternehmen, die an einem Ort effizient arbeiten und gleichzeitig kreative Inspiration und Freizeitwert erleben möchten, ein professionelles, produktives und kollaboratives Arbeitsumfeld in einem integrierten Business Disctrict!“

Das offene Fassadenkonzept unterstreicht die Zielsetzung des iCampus als einen Ort der Kommunikation. Die in der Gebäudekubatur differenzierten Baukörper umfassen rund 19.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche. Das Erdgeschoss zeichnet sich durch ein wegweisendes Konzept aus. Tagesbar, Konferenz- und Eventflächen, Concept-Stores sowie ein Lounge-Bereich mit Dachterrassen werden das Gebäude zu einem belebten Begegnungsort machen.

Sowohl die Gastronomie als auch die Tagesbarnutzungen im Erdgeschoss schaffen Öffentlichkeit. In den beiden Untergeschossen sind rund 330 Stellplätze für Fahrzeuge geplant. Die künftigen Nutzer erwartet neben der exzellenten Lage im Münchner Werksviertel eine innovative, kommunikativ-moderne Arbeitswelt mit variablen Grundrissen. Flexible Mieteinheiten, modernste technische Infrastruktur und eine hohe Aufenthaltsqualität machen den iCampus zu einem Ort der Zukunft. Der iCampus wird den Facettenreichtum des Werksviertels ergänzen. Die sensible Einbindung der Rhenania-Villa ist dabei eine Hommage an die Verbindung aus Tradition und Moderne, wie sie im gesamten Werksviertel vorzufinden ist.

Der Bau soll 2020 beginnen.

Würdigung des Preisgerichts (Auszug)

„Das Preisgericht würdigt den Entwurf insbesondere für die sehr sensible Einbettung des Ensembles in den städtebaulichen Kontext.

In der Maßstäblichkeit wird ein selbstverständlicher Übergang von der kleinteiligen Bebauung entlang der Friedenstraße in die weitere Bebauung des iCampus und den Charakter des Werksviertels insgesamt erreicht, was durch die gekonnte Höhenstaffelung unterstützt wird.

Der offene Durchgang zum iCampus ist wichtiger Bestandteil des Konzeptes, der den gelungenen Innenhof gut in die Außenanlagen des gesamten Campus' integriert.

Die Transparenz der Fassaden, die den Einblick in das Geschehen im Innern erlaubt, verspricht ein lebendiges Bild, das dem Charakter des Werksviertels gut entspricht und die individuelle Außenerscheinung der einzelnen Mieter unterstützt.

Die unterschiedlichen Teilungsrhythmen der Fassaden wirken jedoch etwas willkürlich, die Unterschiedlichkeit könnte stärker auf die unterschiedlichen Baukörper bezogen sein und sich nicht innerhalb eines Baukörpers wiederfinden.

Die Gliederung in ein 2,7-Meter-Raster sollte ermöglicht werden, insbesondere für eine flexible Grundrissstruktur.

Der Eingriff in das städtebaulich gut integrierte Denkmal beschränkt sich auf minimale Maßnahmen und bedarf einer Konkretisierung im Detail.

Insgesamt bildet der Entwurf einen hervorragenden Beitrag zum Wettbewerb, der insbesondere aufgrund seiner städtebaulichen Qualität und Angemessenheit in der Gesamtatmosphäre ausgezeichnet wird.“

Empfehlung des Preisgerichts

„Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die Verfasser des mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwurfs mit der weiteren Bearbeitung gemäß Auslobung zu beauftragen. Bei der Weiterentwicklung des Projekts sind die in der schriftlichen Beurteilung des Preisgerichts näher erläuterten Themen zu berücksichtigen.

Ferner empfieht das Preisgericht, die Ergebnisse der Flächen- und Volumenermittlung der Vorprüfung und die im Rahmen der Vorprüfung durch Sachverständige niedergelegten Aussagen zu beachten.“

Quellen: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt München und von R&S Immobilienmanagement vom 29.06.2018

Visualisierung / Entwurf: Henn