Bogenhausen: Baustart des Bürokomplex Der Bogen

Anstelle der Firmengebäude der Sicherheitsfirma Giesecke+Devrient entsteht am Bogenhausener Tor nach Plänen der Münchner Henn Architekten der achtgeschossige Bürokomplex Der Bogen mit einer Mietfläche von 42.000 Quadratmetern. Das Innendesign gestaltet das Studio Matteo Thun & Partners aus Mailand.

 

Mit der Grundsteinlegung am 30. September 2021 in der Prinzregentenstraße 159 im Bezirksteil Parkstadt des Münchner Stadtbezirks Bogenhausen wurde der Rohbau  des Business-Campus „DER bogen“ gestartet. Flexible Büroflächen werden Platz für rund 2.000 Arbeitsplätze bieten. Geplant sind unter anderem Kommunikations-, Shopping-, Gastronomie- und Fitnessbereiche für Gewerbemieter und Nachbarn.

Der Entwurf von Henn-Architekten sieht ein Ensemble mit zwei ineinander verschränkten Baukörpern mit bronze- und messingfarbenen Fassaden vor. Henn hatte schließlich nach Anpassungen den Zuschlag für die Konstruktion des Gebäudes erhalten, nachdem es bei dem vorausgegangenen Architektenwettbewerb im Mai 2019 nach 03Architekten den zweiten Platz erhalten hatten.

Das Gebäude am Bogenhausener Tor entsteht an der Schnittstelle des Wohnviertel Bogenhausen und dem Business Standort. „Unser Ziel ist es deshalb, an dieser Stelle keine Nine-to-Five- Gewerbeimmobilie zu errichten, sondern einen multifunktionalen Campus, der Mitarbeitern moderne Arbeits-, Kommunikations-, Gastronomie-, Shopping- und Fitnessflächen bietet und sich zugleich für die Nachbarn öffnet“, sagt Marian von Mitschke-Collande, geschäftsführender Gesellschafter der DER bogen GmbH & Co. KG, einer Gesellschaft der G+D Immobilien. Außer den Büroflächen entstehen  Gewerbeflächen für eine Bäckerei, eine Bar, einen Supermarkt und ein Fitnessstudio sowie Terrassen und Dachterrassen mit Alpenblick bietet. Ein Gastronomiebereich lässt sich zudem in einen Event- Space für After-Work-Veranstaltungen, Firmenfeste oder Business-Meetings verwandeln. Die Supermarktfläche wurde bereits an EDEKA und die Fitnessfläche an ELBGYM vermietet. 

Architektonisches Konzept soll für ein Miteinander von  Mieter und Nachbarn sorgen

Das Gebäude sollte nicht nach außen abgeschottet sein. „Wir haben deshalb abwechslungsreiche Innen- und Außenräume konzipiert, die sowohl für die Mitarbeiter wie auch die Nachbarn ein Gewinn sind“, erläutert Fredrik Werner, Partner und Design Director bei Henn. Für die äußere Gestaltung der beiden Gebäudeteile, deren Obergeschosse miteinander verschränkt sind, hat das Architekturbüro deshalb zwei Fassaden entworfen, die die Baukörper über bronze- und messingfarbene Elemente optisch voneinander differenzieren. Eingänge und Innenhöfe wiederum werden durch Rücksprünge und Ausschnitte markiert. Runde Gebäudeelemente zitieren die Architektursprache des benachbarten Firmengeländes. Das Erdgeschoss ist in Teilbereichen vollflächig verglast, um den öffentlichen Charakter der Foyer-, Gewerbe- und Gastronomieflächen zu unterstreichen. Über Durchwegungen, urbane Innenhöfe, eine Plaza und Grünflächen öffnet sich „DER bogen“ nach außen in alle Richtungen. 

„Das Ensemble wird sich als prägnante Gebäudeskulptur am Stadteingang behaupten und mit dem Bogenhausener Tor am Vogelweideplatz gut zusammenwirken. Dass neben dem hohen Anspruch an architektonische Qualität ein großer Wert auf nachhaltige Bauweise gelegt wird, ist vorbildlich“, lobt Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Interior-Design zwischen digitaler Arbeitswelt und bayerischer Natur

Das Innendesign für die öffentliche Bereich nach dem Mailänder Studfio Matteo Thun & Partners setzt als Grundidee das Motto „High Tech meets High Touch“. Damit soll mitten im digitalen Arbeitsumfeld die Natur nach dem Vorbild bayerischer Landschaften sinnlich erfahrbar gemacht werden. Deshalb liefern Berge, Seen, Wiesen und Wälder die Leitmotive für die Gestaltung der vier Bürofoyers und der jeweils angrenzenden Treppenhäuser. Harmonische, dezente Farben unterstreichen die natürlichen Materialien und organischen Formen. Auch das Lichtkonzept wurde darauf abgestimmt. „Wir wollen eine digital geprägte Arbeitswelt mit Emotionen aufladen –  und der Natur nicht nur auf den Freiflächen, sondern auch im Gebäude eine zentrale Rolle geben. ‚DER bogen‘ wird ein urbanes Aggregat, das echtes Leben und Hightech zusammenführt – für Menschen, die künftig in einem innovativen, hochmodernden Arbeitsumfeld wirken werden“, erläutert Matteo Thun.  

Der Rohbau der Untergeschosse soll bis Sommer 2022, der Rohbau der Obergeschosse bis Frühjahr 2023 und die Fassade bis Sommer 2023 abgeschlossen sein. Der Innenausbau der Allgemein- und Mietbereiche erfolgt dann sukzessive bis Frühjahr 2024. Die Inbetriebnahme des Gebäudes und der Bezug der ersten Mietflächen ist ebenfalls für das Frühjahr 2024 vorgesehen. 

Quelle: G+D Immobilien vom 30.09.2021

Bildnachweis: DER-bogen-GmbH-&-Co.-KG