Am Riesenfeld: Henning Larsen plant den Opes Campus

Auf dem ehemaligen Werksgelände der Knorr-Bremse AG entsteht im Auftrag der Opes Immobilien das neue Bürogebäude „OPES Campus“ nach den Plänen des Kopenhagener Architekturbüros Henning Larsen.

 

Nach dem Gewinn des Wettbewerbs für den Neubau der Siemens Konzernzentrale in der Münchener Maxvorstadt hat das Architekturbüro Henning Larsen einen Planungsauftrag für ein weiteres Bürogebäude in München gewonnen. Dieses Mal handelt es sich um den Neubau eines Bürohauses auf dem ehemaligen Werksgelände der Knorr- Bremse AG in der Moosacher Straße am Riesenfeld im 11. Münchner Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart, den Henning Larsen für den Auftraggeber, die Opes Immobilien GmbH, entwirft. Opes Immobilien befindet sich im Besitz von Heinz Hermann Thiele, dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden und Miteigentümer der Knorr Bremse AG.

„Wir freuen uns sehr, wieder mit einem innovativen und nachhaltigen Gebäude dazu beitragen zu können, dass einerseits Konzepte für moderne und lebenswerte Arbeitswelten umgesetzt werden und andererseits einladende Orte für Begegnung und Aufenthalt in München entstehen“, sagt Werner Frosch, der Geschäftsführer des Münchener Büros von Henning Larsen.

Das Konzept für das neue Bürogebäude an der Moosacher Straße bezieht sich auf die Besonderheit seines Standorts, der dem Gebäude eine klare Identität gibt. Nach Süden hin einladend prominent und nach Norden zum Park hin kleinteilig offen, entsteht hier mit dem grünsten Bürogebäude im Quartier eine hocheffiziente Immobilie, die die Bedürfnisse von Stadt und Nutzer eng zusammenführt.

Der Neubau nimmt eine herausragende Stellung zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden der Knorr-Bremse Hauptverwaltung und den historischen, von Otho Orlando Kurz entworfenen Torbauten der BMW Classics Group ein. Um respektvoll auf die Maßstäblichkeit der angrenzenden Bebauung zu reagieren, treppt sich das Gebäude zum Bestand hin ab. Hierdurch werden gleichzeitig attraktive Dachterrassen geschaffen und eine verbesserte Versorgung der Innenräume mit Tageslicht erzielt. In der raumbildenden Architektur sind die Eingänge durch skulpturale Einschnitte klar gekennzeichnet.

Der Entwurf orientiert sich mit seiner Fassadenlänge an den drei ursprünglichen Gebäuden des Masterplans, um sich in der städtebaulichen Wirkung an die historische Bebauung der Umgebung anzunähern. Das neue Gebäude signalisiert Offenheit und Transparenz und bietet den späteren Nutzern hohe Qualität und Effizienz. Für den Grundriss der Regelgeschosse wurde eine Mäanderstruktur gewählt, die durch den Rhythmus der nach außen abwechselnd geöffneten und geschlossenen Gebäudeabschnitte den Blockrandcharakter aus dem Masterplan aufnimmt, jedoch zum Park hin eine offenere Struktur erzeugt und das Gebäude mit dem Grünraum eng vernetzt. 

Lucas Ziegler, Leiter der Entwurfsabteilung bei Henning Larsen in München, meint dazu: „Anstatt drei Gebäude zu planen, wie es der Masterplan vorsah, haben wir eine große Struktur entwickelt, die zur Straße hin den Eindruck von drei Gebäuden vermittelt und sich auf der anderen Seite zum Park hin öffnet. Das Gebäude ist von zwei historischen Gebäuden eingerahmt, auf die die Fassade des Neubaus Bezug nimmt und die sie neu interpretiert.“

Die offene Struktur des Neubaus integriert den Park auf natürliche Weise in das Gebäudeinnere. Durch die grünen Zwischenräume des Mäanders wird einerseits der Park näher an die Moosacher Straße herangeholt. Andererseits wird dadurch das Alleinstellungsmerkmal der Immobilie hervorgehoben. Dabei verbinden die grünen Elemente die Innen- und Außenbereiche des Gebäudes und ermöglichen gleichzeitig vielfältige Blickbeziehungen zwischen den verschiedenen Büroeinheiten.

Großer Wert wurde auf die Gestaltung einer gesunden und kreativen Arbeitswelt gelegt. Zur Versorgung der Arbeitsplätze mit Tageslicht und Ausblick ins Grüne wurden Innenhöfe, Terrassen und Atrien in die Innen- und Außenbereiche des Gebäudes integriert. Sie ermöglichen informelle Begegnungen und sorgen für internen Austausch. Die flexiblen Grundrisse, die sich leicht an sich ändernde Anforderungen anpassen lassen und die Möglichkeit der Drittverwertbarkeit sicherstellen, bilden die Grundlage für ein hocheffizientes, innovatives und zukunftsfähiges Bürogebäude.

Das Architekturbüro Henning Larsen verfügt über weitreichendes Fachwissen in den Bereichen moderne Arbeitswelten und Nachhaltigkeit. So erreichte beispielsweise die 2016 in München fertiggestellte Konzernzentrale für Siemens den Standard Platin der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen DGNB und den Platinum-Standard für Leadership in Energy and Environmental Design LEED des Green Building Council. Das ebenfalls von Henning Larsen entworfene Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung ZSW in Stuttgart mit seiner prototypischen Photovoltaikfassade wurde vom Umweltministerium Baden-Württemberg als „Ort voller Energie“ ausgezeichnet.

Quelle: Henning Larsen München, 21.02.2019

Visualisierung: Henning Larsen