Ludwigvorstadt: Herzog & de Meuron gestalten Correo Areal

In unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, entwickelt die Credit Suisse Asset Management aus dem ehemaligen Postbank-Gebäudes das neue Correo-Quartier. Den Realisierungswettbewerb gewann nun das Architekturbüros Herzog & de Meuron.

 

Die 1992 errichtete gemischt genutzte, rund 45.000 Quadratmeter große Immobilie wurde Anfang 2018 von der Credit Suisse Asset Management erworben. Sie umfasst das Karree zwischen der Bayerstraße 49-53, der Paul-Heyse-Straße 7 und der Schwanthalerstraße 46-50 im Bezirksteil Ludwigsvorstadt-Kliniken des Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt direkt am Hauptbahnhof in München.

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats, des Bezirksausschusses, des Referats für Stadtplanung und Bauordnung sowie Architektinnen und Architekten bewerteten nun die die Entwürfe von drei renommierten Architekturbüros. Am Ende überzeugte der Entwurf des Schweizerischen Architekturbüros Herzog & de Meuron.

Anlass und Ziel des Planungsverfahrens

Das Projekt thematisiert den Umgang mit dem Vorhandenen: Der Bestand des alten Postbank-Gebäudes wird auf seine Grundstruktur zurückgeführt und das Blockinnere freigelegt.

 

Durch präzise Ergänzungen werden die Gebäudeflügel neu geordnet und erweitert. Dadurch entstehen großzügige und flexibel unterteilbare Flächen mit viel Tageslicht. Insgesamt können 83 Prozent der Rohbausubstanz erhalten bleiben. Der bislang fast monofunktionale Block wird stadtverträglich verdichtet und verwandelt sich in ein lebendiges und vielfältiges Quartier, mit einem großen, öffentlich zugänglichen Innenhof.

Würdigung der Jury (Auszug)

„Das Quartier besticht durch seinen ganzheitlichen, wissenschaftlichen Ansatz, mit dem auch die Themen Energie und Nachhaltigkeit beleuchtet werden. Es formuliert einladende Gesten in das umgebende Quartier. Die Fassaden sind feingliedrig komponiert und von großer Leichtigkeit und wirken in ihrer Tiefe offen und modern. Ein absolut zeitgemäßer Auftritt, der sich auf spannende und subtile Weise in das Quartier einschreibt. Die Arbeit schafft darüber hinaus den größten Hofraum aller eingereichten Arbeiten.“

Das Quartier, nahe des Münchner Hauptbahnhofs zwischen Bayerstraße, Mitterer-, Schwanthaler- und Paul-Heyse-Straße, in dem seit Jahrzehnten die Postbank ihren Firmensitz hat wird jetzt erneuert.

Aus dem in die Jahre gekommenen Bürokomplex soll ein Raum für moderne Arbeitswelten, aber auch ein vielfältiger Begegnungsort für die Bewohner der Stadt entstehen. Damit das neue Quartier der Vision von einem München der Zukunft entspricht, wurde gemeinsam mit Vertretern der Stadt München ein Testplanverfahren entwickelt. Eine Jury aus kompetenten Vertretern des Planungsreferats, Stadtrats, Bezirksausschusses und Architekturexperten bewertete die Entwürfe von drei renommierten Architekturbüros. Am Ende überzeugte der Entwurf des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron.

Das rund 60.000 Quadratmeter große Gebäude wird unter Beibehaltung eines Großteils der bisherigen Gebäudesubstanz erneuert, sowie energetisch neu entwickelt, um ökologisch gesunde Raumklimata zu bieten und nachhaltig bewirtschaftet werden zu können.

Eine neue stadtprägende, klar gegliederte Fassade wird dem Gebäude ein offenes, attraktives Erscheinungsbild geben. Ein grüner Garten schafft im neuen großen Innenhof einen großzügigen Rückzugsraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die Nutzung des Gebäudes wird nach der Baumaßnahme unverändert Handel, Büro und Gastronomie umfassen. Ziel ist es, das Gebäude bis 2024 fertig zu stellen. Als Berater bei der zukünftigen Vermietung des Quartiers, wurde die BNP Paribas Real Estate GmbH beauftragt.

Die Nutzung des Correo-Quartiers wird nach der Umbaumaßnahme unverändert Handel, Büro und Gastronomie umfassen.

Ausloberin

Credit Suisse Asset Management im Namen der Fondsgesellschaft Correo Munich Real Estate S.à.r.l.

Koordination

bgsm Architekten Stadtplaner, München

Ausstellung und Eröffnung

Die Entwürfe und Modelle sind von 16. Juli bis 30. September in der Lokalbaukommission, Blumenstraße 19, zu sehen (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr). Am Montag, 15. Juli, um 18 Uhr eröffnet Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk die Ausstellung zusammen mit Robert Hösl (Architekturbüro Herzog & de Meuron), Martin Munz (Credit Suisse AG) und Prof. Stephan Heller (heller & partner).

 

Bildnachweis: Visualisierung Herzog & de Meuron

Quellen: Landeshauptstadt München, Credit Suisse Asset Management vom 16.07.2019