Schwabing: Einsatzübungen in der Feuerwache 4

Im Frühjahr bezog die Münchner Feuerwehr die neue Feuerwache 4 in Schwabing. Die offizielle Eröffnung dieses neuen Standortes der Freiwilligen Feuerwehr München wird nun am Samstag, den 4 September 2016, mit einem tollen Rahmenprogramm gefeiert.

 

 

Nach Jahrzehnten in Provisorien ist es nun soweit. Die Schwbinger Feuerwehr bekommt eine neue Heimat in der neugebauten Feuerwache 4 in der Heßstraße. Zwischen 11 und 18 Uhr werden bei der gemeinsamen Veranstaltung von Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr, Bayerisches Rotes Kreuz und Die Johanniter nun verschiedene Vorführungen und Einsatzübungen gezeigt. Zudem finden Führungen zwischen 11:20 Uhr und 17:40 Uhr jeweils um 20 und 40 Minuten nach und zur vollen Stunde statt. Treffpunkt ist am Haupteingang des Vordergebäudes.

Weitere Informationen:

Firetage: in der Feuerwache 4

 

Die Landeshauptstadt München hat in Schwabing eine neue Feuerwache und ein Katastrophenschutzzentrum errichtet. Ab Mitte 2017 wird von hier aus der Rettungseinsatz für die gesamte Stadt koordiniert.

 

Seit Februar 2016 hat die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr München einen neuen Standort: Die Feuerwache 4 in Schwabing signalisiert bereits mit rotem Anstrich unmissverständlich, den Gebäudezweck. „Die rote Fassade betont das Ziel ständiger Einsatzbereitschaft“, betonte Detlev Langer vom Baureferat.

Am Florianstag (9. Mai 2016), dem Namenstag des Patrons der Feuerwehr, wurde die neue Feierwache nach zwei Jahren Bauzeit durch die Schlüsselübergabe an den Hausherrn, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble, eingeweiht.

Generalplaner und Experten für Feuerwachen-Konstruktionen 

Entworfen wurde das Ensemble im Bezirksteil Schwere Reiter Straße in Schwabing-West mit Projektkosten von 85 Millionen Euro vom Architekturbüro AGN Niederberghaus & Partner in Halle an der Saale. Das bereits 1952 im münsterländischen Mettingen gegründete Architekturbüro hat sich im seit den 1960er-Jahren zum umfassenden Generalplaner entwickelt, der über zahlreiche Tochterunternehmen im In- und Ausland verfügt.  AGN hat bereits zahlreiche Feuerwachen, darunter die Hauptfeuerwachen Mannheim und Potsdam sowie das Katastrophenschutzzentrum in Dresden, errichtet. 

Integrierte Leitstelle koordiniert Rettungseinsätze der Stadt

Im Februar 2013 hatte der Münchner Stadtrat das Baureferat mit der Realisierung des Projekts nach Plänen von AGN beauftragt. Neben dem bereits eröffneten Katastrophenzentrum und der Feuerwache soll dort zudem ab Mitte nächsten Jahres die Integrierte Leitstelle, die den stadtweiten Einsatz der Rettungskräfte koordiniert, einsatzbereit sein.

Der Komplex teilt sich in zwei Baukörper. In dem fünfgeschossigen Hauptgebäude an der Heßstraße (Foto oben) sind die wichtigsten Funktionen untergebracht. Hier befinden sich die Fahrzeughallen mit Alarmausfahrten, Lager, Werkstätten sowie Sozialräume der Berufsfeuerwehr. Die Nachrichtenstelle an der südöstlichen Gebäudeecke koordiniert die Alarmausfahrten. Im zweiten Obergeschoss befinden sich 30 Ruheräume mit Sanitärräumen, Aufenthaltsbereiche, ein Speisesaal sowie eine etwa 200 Quadratmeter große Sporthalle. Das Herzstück ist die Integrierte Leitstelle. Zentrum der Integrierten Leitstelle ist ein 500 Quadratmeter großer zweigeschossiger Raum. Dort befinden sich insgesamt 20 Einsatzleitplätze.

Das rückwärtig gelegene, niedrigere Gebäude (siehe Bild unten) mit Übungsturm dient der Freiwilligen Feuerwehr und dem Katastrophenschutz. An die großflächigen eingeschossigen Fahrzeughallen des Rückgebäudes schließt ein zweigeschossiger Funktionstrakt mit Büros, Aufenthaltsbereichen, Umkleide- und Lagerräumen an.

Aufgrund der beengten Grundstückssituation sind beide Gebäudeteile über eine unterirdische Tiefgarage miteinander verbunden.

In dem von Funktionalität und Zweckorientierung gekennzeichneten Ensemble wurde aber auch Kunst am Bau verwirklicht: mit einer „Skala“ der Künstlerin Gunda Förster an der Gebäudee. Grundelemente sind kinetische Lichtleitungen, die mit wasserblauem Licht ruhige, minimale Bewegungen und deren Weiterleitung im Gebäude und hinaus in den offenen Innenhof und zum Terrassenraum suggerieren.

Quellen: Baureferat, Landeshauptstadt München

Bildnachweis: Integrierte Leitstelle, Fahrzeughalle und Sprungschachtanlage – Foto: Jens Weber/ Baureferat, Landeshauptstadt München; Freiwillige Feuerwehr München; Visualisierung AGN