Schwabing: Max und Oskar im Untergrund

Der Schwabinger Schulkomplex des OVM-Gymnasiums und Max-Gymnasiums an der Karl-Theodor-Straße ist ein ehrwürdiges Traditionsgebäude. Nun wird er nach Plänen der Münchner BPA Braun Architekten saniert und erweitert.

 

Während die meisten Münchner Schulen nach und nach wieder geöffnet werden, bleibt das ehrwürdige Gebäude des Maximilian-Gymnasiums und des Oskar-von-Miller (OVM)-Gymnasiums geschlossen. Grund: In der Schwabinger Karl-Theodor-Straße wird saniert und gebaut.

Das unter der Leitung des Bauamtsassesors Karl Höpfel von 1909 bis 1911 errichtete Gebäude bildete zusammen mit der zehn Jahre zuvor erbauten Erlöserkirche von Theodor Fischer den vorläufigen Endpunkt der Leopoldstraße bei der Münchner Freiheit. Mit der Plastik der römischen Wölfin, Romulus und Remus über dem Torbogen sowie dem 48 Meter hohen Turm galt es nach seiner Vollendung als der schönste und modernste Münchner Schulbau. ln den Räumen von „Max“ und „Oskar“ drückten einst die späteren Physiker Max Planck und Werner Heisenberg, der Politiker Franz Josef Strauß und der Schriftsteller Michael Ende die Schulbänke. Nun werden bauliche, technische und branschutzrechtliche Mängel beseitigt. Um „Raumdefizite“ auszuräumen, wird das denkmalgeschützte Ensemble zudem durch einen Neubau an der nördlichen Hofseite erweitert, auch werden Dachgeschoss und Souterrain zu Aufenthaltsräumen ausgebaut. Im Innenhof werden für zwei unterirdische Sporthallen aktuell Bohrpfähle eingerammt, in den freiwerdenden historischen Turnhallen entstehen Aula und Mensa.

Die Baumaßnahmen nach Plänen der Münchner BPA Braun Architekten lassen sich die Landeshauptstadt München und der Freistaat inklusive des Interimsgebäudes (32 Millionen Euro) rund 167 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

Quellen: Baureferat der Landeshauptstadt München

Bildnachweis: Schnitt, Zeichnung, Lageplan: BPA Braun Architekten, Landeshauptstadt München, Baureferat: Foto: Ulrich Lohrer