Feldmoching: Die Wasserrettungsstation am Lerchenauer See

Im Auftrag der Landeshauptstadt München haben Kunze Seeholzer Architekten an einem Uferhang eine Wasserwacht am Lerchenauer See entworfen. Mit einfachen Mitteln entstand ein funktionales Gebäude mit architektonischen Anspruch.

 

Mit einem geringen Budget sollte an dem Südufer des Lerchenauer See im Bezirksteil Feldmoching eine Wasserrettungsstation errichtet werden. Die Kunze Seeholzer Architekten nutzten die Hanglage aus, um eine optimale Aufsicht vom Wachraum über den See zu erhalten. Eine einfache Konstruktion aus Holz und Beton bietet eine elegante Lösung. Die Aufenthalts- und Einsatzräume werden vom Uferweg im oberen Gebäudeteil erschlossen. Zum See hin ragt das Obergeschoss aus dem Untergeschoss heraus. Die obere Etage bietet dem Wachpersonal durch die Fensterfront eine gute Aussicht über den gesamten See. 

Bei dem vorgestellten Neubau einer Wasserrettungsstation in München handelt es sich um ein Projekt, das exemplarisch zeigt, wie funktionale Zweckerfüllung und gestalterischer Anspruch auch bei sehr geringem zur Verfügung stehenden Budget optimal erfüllt werden können. Wesentlich hierzu trägt das architektonische Gesamtkonzept bei, welches starken Bezug auf die Gegebenheiten des Ortes nimmt und auf dem basierend Holz und Beton als konstruktive und gestaltgebende Materialien gewählt wurden. Aus dem Hang heraus entwickelt sich ein geschosshoher Betonsockel, auf welchem in Holzständer-bauweise mit einer vertikalen Schalung aus Lärchenholz die Wachstation ruht. Große Holzschiebeelemente schließen das Gebäude, wenn die Station nicht besetzt ist.

Bauherrin: Landeshauptstadt München, Baureferat Gartenbau (Projektleitung), München

Architektur: kunze seeholzer architekten gmbh, Stefanie Seeholzer, Peter Kunze, München, www.kunze-seeholzer.de

Landschaftsarchitektur: fischer heumann landschaftsarchitekten PartG mbB, Eva Fischer, Michael Heumann, München, www.fischerheumann.de

Besichtigung anlässlich der Architektouren 2017:

Lassallestraße 72; Sa. 24.Juni 2017, 10.00 - 12.00 Uhr

Bildnachweis/ Fotos: Jann Averwerser