Die Beamtencity am Olympiapark

In bester Lage zwischen Olympiapark und Kreativviertel baut der Freistaat ausschließlich für seine Beamten eine kleine Stadt. Die Pläne stammen von dem Berliner Architekturbüro Léon Wohlhage.

 

Anlässlich der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 fand 2010 ein städtebaulicher Wettbewerb für die Errichtung des Olympischen Dorfs mit dem Mediendorf südlich des Olympiaparks statt, den das Architekturbüro Léon Wohlhage gewann.

Obwohl München mit der Bewerbung für 2018 unterlag und die erneute Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 an Bürgerbegehren scheiterte, können die Architekten nun doch einen Teil ihrer Entwürfe realisieren. Denn die Stadibau-Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern will nach den angepassten Plänen an der Schwere-Reiter-Straße die „Neubausiedlung Oberwiesenfeld“ mit 680 Mietwohnungen für Beamte sowie drei Kitas und Gewerbeflächen errichten. Aufgrund der Dimension bezeichnete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das Projekt als „Beamtencity“. Grundgedanke des Entwurfs ist „die Vermittlung zwischen Olympiapark und der angrenzenden dichten Bebauung“. Westlich an der künftigen fünf- bis achtgeschossigen Siedlung grenzt die Baustelle an das neue Strafjustizzentrum und gegenüber entsteht demnächst das Kreativquartier.

Der erste Bauabschnitt mit 340 Wohnungen soll ab Mitte 2020 gestartet und Ende 2022 fertiggestellt sein, der zweite Abschnitt soll 2024 fertig sein. Der Freistaat lässt die Steuerzahler die Wohnanlage für seine Beamte rund 245 Millionen Euro kosten.

Bildnachweis: Léon Wohlhage Architekten