Am Riesenfeld: Zwei unterschiedliche Entwürfe für 500 Wohnungen

Ende Juni 2020 vergab die Jury zum Ideen- und Realisierungswettbewerb für den letzten, nördlich gelegenen Teilabschnitt im OpesQuartier zwei 2. Preise die Entwürfe von Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht, München und Ingenhofen Architekten aus Düsseldorf. Nun soll die Entscheidung fallen.

 

Auf dem Firmengelände von Knorr-Bremse an der Moosacher Straße im Bezirksteil am Riesenfeld des Münchner Stadtbezirks Milbertshofen – Am Hart entsteht nördlich des Olympiaparks ein gemischt genutzter Stadtteil mit Wohnungen, Büros, Pflegeheim, Nahversorgungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen. Entwickelt wird es von Opes Immobilien, dem Projektentwickler und Immobilienverwaltungsgesellschaft des Milliardärs Heinz Hermann Thiele, Hauptaktionär von Knorr Bremse und Großaktionär der Lufthansa.

Welcher der besten Entwürfe wird verwirklicht?

Ende Juni 2020 tagte die Jury des Ideen- und Realisierungswettbewerb für den letzten Teilabschnitt des Quartiers mit geplanten 500 Wohnungen. Als Sieger in der Preisgruppe Städtebau prämierte die Jury – jeweils einstimmig – mit zwei 2. Preisen die Entwürfe von Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht, München, mit mahl·gebhard·konzepte Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München, sowie von ingenhoven architects gmbh, Düsseldorf, mit WKM Landschaftsarchitekten, Düsseldorf. Zum Herbst will der Bauherr entscheiden, welche der beiden überarbeiteten Entwürfe realisiert wird.

 

Die zwei bestplatzierten Entwürfe unterscheiden sich deutlich. Hilmer Sattler, die ihren Entwurf mit den Münchner Landschaftsarchitekten Mahl Gebhard ausgearbeitet haben, präsentieren eine aufgelöste Blockstruktur mit Baukörpern, die sich zu den Nachbargrundstücken öffnen. Lediglich die Lage des Pflegeheims wird aus schallschutztechnischen Gründen kritisiert wohl. 

Das Büro Ingenhoven hat zusammen mit WKM Landschaftsarchitekten (Düsseldorf) stellen mit ihrem Entwurf ein energieautarkes Quartier vor. Im Norden ist ein lärmabschirmender Riegel geplant, südlich davon drei freistehende zehn- bis zwölfgeschossige Wohntürme. Besonders fallen dabei die mäandernden Balkonflächen auf. Der Ingenhoven-Entwurf könnte allerdings das 300-Millionen-Euro Budget aufgrund des energieautarken Ansatzes sprengen.

Für die Baufläche werden nicht mehr benötigte Fabrikhallen der Knorr-Bremse abgerissen, die denkmalgeschützte Knorr-Zentrale soll jedoch erhalten bleiben. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. 

 

Quelle: Opes Immobilien

Bildrechte von oben nach unten: Opes Immobilien nach Visualisierungen von Ingenhofen Architekten mit WKM Landschaftsarchitekten; Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht mit mahl-gebhard-konzepte Landschaftsarchitekten