Allach: Palais Mai gewinnt Realisierungswettbewerb für Hirmerei

Auf der etwa 1,6 Hektar großen Fläche südlich des S-Bahn-Haltepunktes Karlsfeld soll ein neues Wohngebiet mit zirka 250 Wohnungen mit Kitas entstehen. Nun wurde der Realisierungswettbewerb entschieden.

 

Das bisher landwirtschaftlich genutzte Areal befindet sich an der Eversbuschstraße im Bezirksteil Allach des 23. Stadtbezirk Allach-Untermenzing.  Die Grundstückseigentümerin, die Hirmer Allach GmbH & Co. KG, hat für die geplante Wohnanlage „Hirmerei“ einen Wettbewerb ausgelobt. Den ersten Preis erhielten Palais Mai Architekten und Stadtplaner, München, mit Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner mbb, Freising. Den zweiten Preis erhielten Meili, Peter GmbH, München, mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, München, den dritten Preis: Fink + Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München, mit Studio B Landschaftsarchitektur, München.

Auf dem Planungsgebiet soll ein lebendiges und langfristig attraktives allgemeines Wohnquartier mit der erforderlichen sozialen Infrastruktur und eigener Identität entstehen.

Das Preisgericht würdigte den Siegerentwurf wie folgt:

„Den Verfassern gelingt es, mit ihrer städtebaulichen Konfiguration die bestimmende Form des Grundstücks mit der Komplexität der Anforderungen überzeugend zu interpretieren. Mit der Entscheidung, die Bebauung mit einer Großform, geschlossen aber durchlässig, in der Mitte des Grundstücks zu situieren, werden übergeordnete Grünraumbezüge möglich. Durch die Segmentierung der geschlossenen Großform mit maßstäblich erfassbaren Baukörpern und kurzen Fassadenfronten wird diese in ihrer Erscheinung gebrochen und gegliedert.

Im Innenraum sind vier Wohnhöfe räumlich spannungsvoll angeordnet. Durch Sichtbezüge zwischen den Hofabschnitten ist die große Raumwirkung insgesamt erlebbar, gliedert sich aber immer wieder in die kleineren intimen Wohnhöfe. Durch die Privatgärten direkt vor den Wohnungen und den zusammenhängenden Gemeinschaftsräumen entstehen abwechslungsreiche Grünräume.

Auf Höhe der Mitte der Eversbuchstraße wird die ringförmig organisierte Tiefgarage erschlossen. Dadurch ist in der Mitte der Höfe eine gute Versickerung gewährleistet und die Pflanzung größerer Bäume möglich. Die Kompaktheit der Bauform gewährleistet bei einer geringen Grundfläche und hoher Geschossfläche Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Projekt bietet mit seiner Komplexität und spielerischen Einfachheit eine überzeugende Lösung der gestellten Anforderungen. Es entsteht ein Ort mit hoher Identität.“

Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf soll nun als Grundlage für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan dienen.

Quelle: Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München, 10. Oktober 2019

Bildnachweis: Palais Mai und Grabner Huber Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner mbb