Poing: Der Hahn auf der weißen Skulptur

Mit dem katholischen Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer hat die Gemeinde Poing östlich von München durch den Architekten Andreas Meck einen Mittelpunkt und ein Ort der Besinnung bekommen.

 

Am 10. Juni 2018 weihte Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, die neue Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing in einem feierlichen Gottesdienst. Aufgrund der Insolvenz des mit den Fassadenarbeiten beauftragten Unternehmens musste die Weihe, die ursprünglich für den 14,6 Millionen Euro teuren Kirchenbau im Oktober 2017 geplant war, verschoben werden.

Entworfen wurde das skulpturale Bauwerk vom Münchner Architekturbüro Meck. Es nimmt an einem kleinen See in der mit am schnellsten wachsenden Gemeinde Deutschlands eine städtebaulich wichtige Stelle zwischen Bürgerhaus, geplantem Rathaus und evangelischer Kirche ein.

Andreas Meck, zu dessen Bauwerke einige Kirchen und das bekannte Bundeswehr-Ehrenmal in Berlin gehören, verwendet auch hier seine klare und atmosphärische Architektursprache. Für den massiven Sockel nutzt er den Naturstein Nagelfluh. Darüber befindet sich ein mit weißen Kacheln verkleidetes Dach auf deren Spitze er einen goldenen Hahn setzte.

Im Inneren prägen in Analogie zur Dreifaltigkeit drei große Lichtöffnungen den hohen Kirchenraum. Der Raum fällt leicht zum Altar hin ab, um den sich helle Holzbänke gruppieren. Die große Fensteröffnung am Taufbecken öffnet den Blick zum See.

 

 

 

 

 

Bildnachweis: Fotos von Ulrich Lohrer