Neuperlach: Eine neue Borstei auf dem Siemens-Parkplatz

In Neuperlach sollen auf einem unwirtlichen Areal 750 Wohnungen und ein Park entstehen. Der Architekt Rupprecht Biedermann und der Landschaftsarchitekt Mathias Wolf haben eine Lösung gefunden.

 

Ende Oktober wurde dem Stadtplanungsausschuss das Planungskonzept für das Siemens-Areal in Neuperlach vorgestellt. Bereits im Mai 2020 hatten Professor Biedermann Architekten mit Mathias Wolf Landschaftsarchitekten gegen 45 Mitbewerber den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb für die Bebauung des Siemens-Parkplatz gewonnen.  

Die sieben Hektar große, dreieckige Fläche entlang der stark befahrenen Carl-Wery-Straße (Westen) und dem Otto-Hahn-Ring will der Prokektentwickler RFR Development bebauen. Vorgesehen ist eine Gesamtgeschossfläche von 80.000 Quadratmeter, vorwiegend für Wohnnutzung in rund 750 Wohneinheiten. Auf der verbliebenen, entsiegelten Parkfläche soll eine Grünanlage entstehen. Die Vorgabe: Der Plan soll die kleinteilige Wohnbebauung im Norden und dem großen Siemens Entwicklungszentrums im Süden berücksichtigen.

Die Lösung der Sieger sieht eine lärmschützende Blockrandbebauung entlang der Carl-Wery-Straße und des Otto-Hahn-Rings vor und längs der geschützten Gehölz- und Wallstruktur eine großzügige Grünanlage. Rupprecht Biedermann orientiert sich dabei an der 1924-1929 erbauten Wohnanlage Borstei an der Dachauer Straße mit seinen lärmgeschützten Innenhöfen und großzügigen Grünanlagen. In dem neuen Wohnquartier wird es keine Straßen geben. Die Erschließung erfolgt von der Tiefgarage.

Quellen: Referat für Stadtplaung und Bauordnung Landeshauptstadt München, 29.10.2020

Bildnachweis: Prof. Biedermann Architekten + Mathias Wolf Landschaftsarchitekten