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Alte Heide Hirschau: Die Schmiede mit dem Hochhaus

Am Frankfurter Ring entsteht ein gewerblich genutztes Stadtquartier. Nun sollen die Entwürfe der Wettbewerbssieger UTA, Bauchplan sowie Robertneun mit Lohrengel in Einklang gebracht werden. 

 

Auf dem 5,6 Hektar großen Grundstück am Frankfurter Ring 227 wurde seit knapp einem Jahrhundert Metall verarbeitet. Nun will die Münchner Hammer AG unter dem Namen „Die Schmiede“ dort ein modernes Quartier für Gewerbe, Büro, Hotels, Gastronomie und Einzelhandel errichten. „Der Frankfurter Ring soll als Produktions- und Gewerbestandort erhalten bleiben und gleichzeitig fit für die Zukunft gemacht werden – grün, vielfältig und offen“, sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk, „mit dem ausgewählten städtebaulichen Entwurf von UTA mit bauchplan erfolgt hierfür ein gelungener Auftakt im Osten des Frankfurter Rings.

Denn am 28. November 2023 kürte ein Preisgericht die Sieger für das städtebaulich-freiräumliche Konzept – das Architekturbüro UTA, Stuttgart, mit Bauchplan Architekten, München (Visualisierungen unten) sowie für den Realisierungsteil eines Hochhauses – Robertneun Architekten mit Lohrengel Landschaft, beide Berlin. „Die städtebauliche Konfiguration bietet einen großzügigen Platz mit einem 99 Meter hohen Hochhaus im Süden und ein vielfältiges Geflecht öffentlicher Räume, die eine kleinteilige Entwicklung begünstigen“, erläutert Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Zusammengehalten werde dies über eine Gartenfuge.

Das Preisgericht empfiehlt den Bauherrn die beiden doch unterschiedlichen Ansätze mit den prämierten Büros und dem Stadtplanungsreferat nun in Einklang zu bringen. „Eine Herausforderung, die verspricht, zu einem herausragenden Ergebnis an diesem durch seine Industrievergangenheit geprägten Ort zu führen“, sagte Preisgerichtsvorsitzender Stefan Behnisch. Die Ergebnisse des Wettbewerbs dienen im nächsten Schritt als Grundlage für den Bebauungsplan. Jetzt startet das B-Planverfahren. 

„Unternehmen in München erhalten mit der Schmiede einen attraktiven Standort, um sich weiterentwickeln und wachsen zu können", verspricht Bauherr Hans Hammer. In der „Schmiede“ entstehen auf insgesamt ca. 160.000 Quadratmeter Geschossfläche mindestens 40.000 Quadratmeter Gewerbe A-Flächen, insbesondere für Werkstätten, Produktion, Forschung und Entwicklung. Weitere ca. 90.000 Quadratmeter sind vorgesehen für Gewerbe B-Flächen, also Büronutzung, sowie jeweils 15.000 Quadratmeter für ein Hotel und für öffentliche Nutzungen / Nahversorgung. 

Der Baubeginn ist frühestens für 2026 geplant.

Bildnachweis: oben © obere Ansicht der Schmiede  UTA, klein: Hochhaus  Robertneun