Ein Fels von Museum

In der Au in der Nähe des Gasteigs wurde das Sudetendeutsche Museum eröffnet. Entworfen haben das markante Gebäude die pmp Architekten.

 

Mit dem Rückgang der Corona-Fallzahlen entfallen bei vielen Museen Voranmeldung und Terminreservierungen. Ein Besuch wert ist das Sudetendeutsche Museum in der Münchner Hochstraße in der Unteren Au – zumal bis zum 31. Juli der Eintritt kostenfrei ist.

Für das Museum wurde Ende vergangenen Jahres ein Neubau fertiggestellt, der äußerlich markant von den Münchner pmp Architekten als fensterloser Kalksteinmonolith gestaltet wurde.Der Entwurf der Münchner Architekten wurde Ende 2014 unter den 14 Wettbewerbern von einer Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Baukosten des im Oktober 2020 eröffneten Museumgebäudes von 27 Millionen Euro wurden zu zwei Dritteln vom Freistaat Bayern und zu einem Drittel vom Bund getragen.

Von einem kleinen Vorplatz gelangen die Besucher in das Foyer mit dem Aufzug, der sie in das oberste, fünfte Stockwerk bringt. Dort eröffnet sich ein weiter Blick über Münchens Innenstadt und hier beginnt die Ausstellung. Sie führt über eine offene Treppenanlage und fünf Ebenen entlang der rund 900 Exponate von Böhmen, Mähren und Schlesien vom Mittelalter bis in die Gegenwart, die das Museum in einer Dauerausstellung zeigt, hinab zum Ausgang. Richtung Isar befinden sich ein Café sowie eine Außenterrasse und verbindet das Museum über Treppen mit dem Grünraum an der Hangkante. Die Exponate stammen überwiegend aus Privatbesitz und erzählen die Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung in den Grenzregionen.

Ulrich Lohrer, 6.07.2021

Foto: Sudetendeutsches Museum von der Hochstraße, Foto © Ulrich Lohrer