Architekturausstellung: Die Architekten in Taiwan handeln

Ein verheerendes Erdbeben führte 21. September 1999 in Taiwan zu zahlreichen Opfern und hinterließ zehntausende zerstörte Gebäude. Als Reaktion auf die daraus resultierenden sozialen Ungleichheiten bildeten sich in Taiwans Architekturszene Strömungen heraus, die stärker den Dialog in der Gesellschaft fördern wollten.

 

Mehr als 100 Projekte dieser Art trägt die Ausstellung „Taiwan Acts! Architektur im Dialog mit der Gesellschaft“ zusammen, die ab dem 7. Juli 2021 im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne eröffnet wurde. Dazu gehören z.B.: die Maßnahmen zur Verbesserung der urbanen Struktur von Yilan, aber auch Kulturbauten, Infrastruktur und Wohnbau an anderen Orten auf der Insel. Präsentiert werden Projekte von Architekt*innen wie Ying-Chun Hsieh und Atelier–3, Fieldoffice Architects mit Sheng-Yuan Huang, das „Forward-looking Infrastructure Development Program for urban renewal in Hsinchu and Keelung City” und auch Studio Cho and Chen-Yu Chiu. Viele von ihnen sind Europa bislang kaum bekannt. Die Ausstellung “Taiwan Acts!” ist damit die bislang größte Ausstellung zu diesem Thema und zeigt eine engagierte Kultur des Bauens und Planens, die in einem offenen gesellschaftlichen Dialog entstanden ist.

Taiwan Acts!

Zeit: 08. Juli – 03. Oktober 2021 | Eröffnung: 07. Juli 2021; Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr

Ort: Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, 80333 München

 

Quelle: TUM Architekturmuseum

Bildnachweis: Maple Community, Tianliao Farmhouse, Taichuang, Taiwan 2003; © Chia-Wie Lin