Werksviertel: Keine Pyramide für die neue Arbeitswelten

Der Architekt Falk von Tettenborn hat für ein Büroprojekt der Stadtsparkasse zwei Entwürfe ausgearbeitet. Die konservative Stadtgestaltungskomission hat sich für den konventionellen Plan entschieden. 

 

Das Entwicklungsquartier Werksviertel am Ostbahnhof gilt als begehrte Adresse für Büromieter. 2019 hat sich auch die Stadtsparkasse München zwei Entwicklungsgrundstücke am Rande des Werksviertel gesichert.   

Für die Friedensstraße 2 hat der Münchner Architekt Falk von Tettenborn – der bereits für die Stadtsparkasse das neue Stadtteilzentrum in Fürstenried-Ost konzipierte - zwei Entwürfe für ein siebengeschossiges Bürogebäude mit 11.500 Quadratmetern Bürofläche ausgearbeitet. Die zweite Variante weist durch eine umlaufende Begrünung eine besonders gute CO2-Bilanz aus. Der Entwurf (Bild oben und unten), den der Architekt favorisiert, ist markant, erinnert er doch mit seinen zurückweichenden Fassaden an die Form einer Pyramide. Eher klassisch gestaltet mit senkrechten Fassaden ist die erste Entwurfsvariante (oberes Bild rechts unten). Der Stadtgestaltungskomission war der markante Entwurf wohl zu mutig, denn sie lehnte Anfang Dezember mehrheitlich die Pyramidenvariante ab. Diese sei, so von Tettenborn, von einem Haus inspiriert, das er in Haiti gebaut habe. Die Kommission regte an, dass er beide Varianten in der Überarbeitung kombinieren könne.

Eine eher konventionelle Form hat auch das Bürogebäude auf dem Sparkassengrundstück Friedensstraße 4, dass die Patrizia nach Plänen des dänischen Architekturbüros CF Moeller errichtet.

 

Visualisierung: Falk von Tettenborn Architects