Adolf Ziebland: Architekt und Bauunternehmer

Der Oberpfälzer Adolf Ziebland schaffte als Architekt und Bauunternehmer den Aufstieg ins Münchner Großbürgertum und den Stadtrat. Von ihm und seiner Baufirma stammen einige bedeutende Bauwerke in München.

 

Adolf Ziebland wurde 1863 in Amberg in der Oberpfalz geboren. 1889 kam der Architekt nach München und gründete eine Baufirma. Das Unternehmen errichtete bedeutende Staats- und Militärgebäude (Teile der Kaserne in der Schwere-Reiter-Straße) sowie Kirchen, außerdem baute es Teilbauten des Nationalmuseums. Auch lassen sich einzelne Wohnbauten laut der Denkmalliste von Adolf Ziebland persönlich über Münchnen verstreut nachweisen. 1928 bis 1933 war Adolf Ziebland Stadtrat in München. Er starb 1934, sein Grab befindet sich im Münchner Nordfriedhof. Soweit bekannt, war er nicht näher mit dem Münchner Baumeister Georg Friedrich von Ziebland, der Architekten der Staatlichen Antikensammlung am Königsplatz verwandt.

Werke (Auswahl)

1891: Mietshaus Liebigstraße 12a, Lehel, München

1893: Villa Maria Theresia-Straße 20, Bogenhausen, München

1898: Corpshaus Makaria, Platzl 6, Altstadt, München

1900: Mietshaus in Ecklage, Fendstraße 3, Schwabing-Freimann, München

1912: Mietshaus Schneckenburger Straße 15, Steinhausen, München

Quellen:

http://stadt-muenchen.net/baudenkmal/l_architekten.php

Werner Ebnet: Sie haben in München gelebt: Biografien aus acht Jahrhunderten

Bildnachweis: Schneckenburger Straße 14; Teil einer Mietshausgruppe (mit Nr. 16 und Kuglerstraße 17), barockisierend, mit Erker, um 1920; städtebaulicher Abschluss des vorgelagerten Platzes.; Foto: Rufus46