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Englischer Garten: HVB verkauft Campus am Tucherpark

Käufer des Immobilienportfolios mit insgesamt 148.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist die Commerz Real, die das zehn Gebäude umfassende Quartier zusammen mit dem Projektentwickler Hines für den offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben hat.

 

In der Pressemeldung der Hypovereinsbank hieß es, dass „im Zuge der regulären Überprüfung ihres Immobilienportfolios sich die HypoVereinsbank entschieden habe, den Münchner Bürogebäudekomplex „Am Tucherpark“ zu verkaufen. Zu den Einzelheiten des Verkaufs wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Von verschiedenen Medien wie die Immobilien Zeitung und der Süddeutschen Zeitung wurde bereits im Vorfeld vor der Bekanntgabe über die Transaktion – die bislang wohl größte  in München berichtet und ein Verkaufspreis von über einer Milliarde Euro genannt.

„Knapp 15 Hektar mit großem Entwicklungspotenzial, und das in der Innenstadt von München – eine einmalige Gelegenheit für unsere Anleger“, so Andreas Muschter, Vorsitzender des Vorstands der Commerz Real. Aktuell besteht das als HVB Campus bekannte, gemischt genutzte Areal im Bezirksteil Englischem Garten Süd im ersten Münchner Stadtbezirk aus rund 148.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Diese verteilen sich auf sieben Bürogebäude mit circa 99.000 Quadratmetern, ein 5-Sterne-Hilton-Hotel mit 484 Zimmern auf rund 36.000 Quadratmetern, ein Rechenzentrum mit circa 10.800 Quadratmetern sowie eine Sportanlage mit rund 2.300 Quadratmetern. Geplant wurde das Ensemble von den bekannten Architekten Sep Ruf und Uwe Kiessler. Errichtet wurden die Immobilien zwischen den 60er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wobei die meisten Gebäude seit 2018 renoviert wurden. Darüber hinaus stehen rund 1.500 Pkw-Stellplätze zur Verfügung.

Bis auf weiteres bleibt die Hypovereinsbank Mieterin der von ihr genutzten Bürogebäude und des Sportgeländes ihres Clubs „Am Tucherpark“, was dem Hausinvest einen stabilen Cash Flow sichert. Die Commerz Real und Hines wollen das Quartier weiterentwickeln und für eine breite Öffentlichkeit erschließen. Angedacht sind neben Umbauten und Modernisierungen auch Nachverdichtungsmaßnahmen unter Wahrung des Denkmalschutzes und der architektonischen Gegebenheiten. Hierzu sind beide Unternehmen ein Joint Venture eingegangen. „Zwar stehen wir mit unseren Plänen noch ganz am Anfang“, erläutert Alexander Möll, Geschäftsführer bei Hines Deutschland. „Doch ist es unser Ziel, auch geförderten und somit bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und somit einen Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes in München zu leisten“.

Unterstützt wurden Hines und die Commerz Real bei der Transaktion durch P+P Pöllath + Partners (Recht), PWC (Steuern), REC Real Estate Consultancy Partners (Technik) und HK Law. UniCredit wurde bei dem Verkauf von Bank of America Merrill Lynch begleitet. 

 

Quellen: Pressemeldungen HyperVereinsbank, Commerz Real Estate, Hines vom 02.11.2019

Bildnachweis: Ulrich Lohrer