Gilching: Asto Park hat 80 Prozent des Projekts Asto Mäander vermietet

Im Technoligiecampus errichtet die Asto Group bis Ende 2022 ein Hightechgebäude mit dem Namen Asto Mäander. Damit reagieren die Entwickler auf die starke Nachfrage nach Mietflächen für Unternehmen aus Luftfahrt, Robotik und Maschinenbau am Fughafen Oberpfaffenhofen.

 

Immobilienreport sprach mit Thorben Fabian, Leiter Corporate Development & Finance bei Asto Group über das Projekt Asto Mäander in Gilching westlich von München.

Herr Fabian, wie kamen Sie auf die Bezeichnung „Mäander“ für ihren Neubau?

Thorben Fabian: In ihrem Mittel- und Unterlauf bilden Flüsse häufig Schleifen, sogenannte Mäander.  Durch die Bewegung verändern sich die Schleifen des Mäanders laufend, sie sind flexibel und passen sich laufend an. So konzipieren wir auch unser variables High-Tech-Gebäude –  flexibel und veränderbar. Mit einer Nutzfläche von über 25.000 m² schaffen wir weiteren Platz für Innovation, Technologie und zukunftsorientierte Arbeitsplätze unter einem Dach.  Durch multivariable Büro- und Produktionsflächen besteht die Besonderheit in der Kombinationsmöglichkeit, Vernetzung und Flächenvariabilität.

Wie ist der aktuelle Bauzustand des Projekts?

Fabian: Der Rohbau ist zu rund 60 Prozent fertiggestellt, wir sind zeitlich acht Wochen vor dem Plan. Mit der Fassade und dem Innenausbau wurde im ersten Abschnitt begonnen. 

Sind Sie bei der Entwicklung im Plan und können Sie voraussichtlich das Gebäude bis Ende 2022 fertigstellen?

Fabian: Wir gehen von einer planmäßigen Fertigstellung Ende 2022 aus.

 

Was sind die aktuell größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Gebäudes?

Fabian:Wir haben das Projekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 60 Mio. EUR mitten in der ersten Phase der Pandemie 2020 gestartet. Das war nach einer intensiven Diskussion und in Kenntnis unserer Zielgruppen eine bewusste Entscheidung für ein Zukunftsprojekt.  Wir wollten zudem ein Zeichen setzen, das man gerade in einer kritischen Phase, ohne die Risiken auszublenden, überlegt und mutig handeln kann und sollte. Und dieses Handeln verbindet uns mit unseren technologiebasierten oftmals jungen Unternehmen.

Wurden bereits Mietverträge abgeschlossen?

Fabian:Wir konnten bisher über 80% der Flächen vermieten. Hierbei handelt es sich um junge und lang etablierte Unternehmen mit neuen Geschäftsbereichen aus der Luftfahrt, Robotik, Maschinenbau, Energie- und Softwareanwendungen.

Was sind die Gründe, weshalb Sie sich für den Standort entschieden haben?

Fabian: Seit 2007 realisiert die asto Group unter andern den „Technologie-Cluster“ für Luft- und Raumfahrt, Robotik, IT, Automotive, Satelliten-Navigation und Maschinenbau rund um den Flughafen Oberpfaffenhofen, ein Forschungs- und Produktionsstandort für Luftfahrtanwendungen. In diesem durch die Großforschungseinrichtung des DLR und die europäische Raumfahrtbehörde ESA wissenschaftlich geprägten Standort ergibt sich eine wirtschaftlich einzigartige Konstellation. Daraus hat die asto einen High-Tech Cluster mit internationaler Magnetwirkung entwickeln können. Immer mehr Unternehmen und start ups möchten hier ihre innovativen Kräfte entfalten und von der inspirierenden Atmosphäre, der Kultur des Miteinander und vom Wissenstransfer partizipieren. Hier entstehen die idealen Rahmenbedingungen für Innovation, Technologie und zukunftsorientierte Arbeitsplätze an einen Standort und unter einem Dach. 

Herr Fabian, vielen Dank für das Gespräch

 

Das Interview führte Ulrich Lohrer, Stand 8.06.2021

Bildnachweis: Visualisierung Asto Mäander / Asto Group