Maxvorstadt: Norwegischer Staatsfonds verkauft Lenbach Gärten für 390 Millionen Euro

Hines hat für den E.ON Pension Fonds und der RAG Stiftung zwei Bürogebäude des gemischt genutzten Quartiers Lenbach Gärten mit 30.170 Quadratmeter von der Norges Bank Investment Management  (norwegischer Staatsfonds) erworben.

 

Der Kaufvertrag über die Objekte in der Sophienstrasse 26, Katharina-von-Bora-Strasse 1 and 3, Karlstrasse 23 and Luisenstrasse 14 im Viertel Königsplatz der Maxvorstad wurde am 19. Dezember 2019 unterzeichnet und der Kauf im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden. Mit dem Verkauf für 390 Millionen Euro hat die Norges Bank Investment Management ein sehr erfolgreiches Investment getätigt, da die Liegenschaft vor gut fünf Jahren für 176 Millionen erworben wurde (siehe unten).

„Mit dem Erwerb der beiden Bürogebäude haben wir für unsere Investoren ein wahres Trophy-Asset in Deutschlands führendem Wirtschaftszentrum gesichert. Der Bürokomplex verfügt über eine starke Mieterstruktur und damit einen anhaltend stabilen Cashflow. Die Transaktion steht somit im Einklang mit der Strategie der Anleger, in die besten Büroimmobilien an attraktiven Standorten langfristig zu investieren“, erläutert Christian Meister, Managing Director Hines Immobilien.

Hines erwirbt Büroimmobilien der Lenbach Gärten in München. Beide Objekte sind vollvermietet und verfügen dabei über einen hochwertigen Mietermix. Sie sind als Teil

einer Projektentwicklung mit Mischnutzung entstanden, die 2007 von den Architekten Hilmer, Sattler, Albrecht und Steidle entworfen wurde. Die Entwicklung umfasst einen Mix aus Arbeiten, Wohnen, Restaurants sowie einem 5-Sterne-Hotel. Der Gebäudekomplex liegt nur wenige Minuten vom Münchener Hauptbahnhof als internationaler Verkehrsknotenpunkt entfernt. Von der aktuell laufenden Aufwertung des Bahnhofviertels werden zukünftig auch die Lenbach Gärten profitieren.

Bei der Transkation wurden Hines und die Anleger von Clifford Chance (Recht & Steuer), EY (Finanzen) sowie TA EUROPE (Technik) beraten

Quellen: Pressemeldung Hines vom 20.12.2019,

https://www.nbim.no/en/the-fund/news-list/2019/fund-disposes-office-property-in-munich/

 

2014: Norges-Staatsfonds kauft Büroobjekte in Lenbach-Gärten

Der norwegische Staatsfonds Norges Bank Investment Management (NBIM) hat die Mehrheitsbeteiligung an den Büroimmobilien im Quartier Lenbach Gärten in München vom Gräfelfinger Family Office AM ALPHA für 176 Millionen Euro erworben.

Die beiden Bürogebäude in der Nähe zwischen Sophien- und Karlstrasse im Viertel Königsplatz der Maxvorstadt umfassen 29.000 Quadratmeter vermietbare Bürofläche. Hauptmieter der beiden Gebäude sind McKinsey & Company Inc. sowie die Condé Nast Verlag GmbH.

Der Kaufpreis von 176,1 Millionen Euro beinhaltete die Übernahme der Fremdfinanzierung von 75 Millionen Euro. Der Vertrag wurde am 8. August 2014 unterzeichnet und am 30. September 2014 vollzogen.

Eine Minderheitsbeteiligung wurde an einen Co-Investment Fonds verkauft, der zukünftig von AM alpha gemanagt wird. AM alpha übernimmt das Asset Management des Co-Investment Fonds, der weitere Beteiligungen an deutschen Immobilien und Investment-Gesellschaften erwerben wird.

“Wir hatten bereits beim Start des Bieterverfahrens für die Lenbach Gärten eine überwältigende Nachfrage, sowohl von ausländischen als auch deutschen Investoren. Aus der Vielzahl von institutionellen Investoren und Staatsfonds haben wir uns zuletzt für die Norges Bank entschieden, einen der größten und finanzstärksten Staatsfonds der Welt“, erläutert Siegmut Böhm, Geschäftsführer der AM alpha. “Durch unsere starke lokale Präsenz und unser Netzwerk in Europa und Asien werden wir für unsere Investoren kontinuierlich weitere Werte heben und Gewinne realisieren.“

Die beiden Bürogebäude in der Nähe des alten botanischen Gartens wurden im Jahr 2007 von der Frankonia Eurobau nach Plänen von Hilmer & Sattler und Albrecht sowie Steidle Architekten (Gebäude für Mieter Condé Nast Verlag GmbH ) entwickelt. Das Family Office AM Alpha hatte im Herbst 2009 die Objekte von der Wiener Immofinanz AG gekauft. Der Verkauf der Immobilien, der neben den Bürogebäude auch das von Rocco Forte betriebene Hotel Charles umfasste, war bei einem Kaufpreis von um die 200 Millionen Euro – nach anderen Quellen sogar rund 220 Millionen Euro – die größte Transaktion im Jahr 2009 auf dem deutschen Markt.

Nach Marktkreisen soll AM Alpha bereits auch das Fünf-Sterne-Hotel The Charles mit 136 Zimmern, das bereits seit längerem zum Kauf angeboten wurde, veräußert haben. Der Käufer soll ein deutscher Investor sein.

AM alpha

AM alpha‘s Transaktionsvolumen für Europa beträgt bisher für das laufende Jahr mehr als 510 Millionen Euro, davon entfallen 390 Millionen Euro auf Verkäufe in München, Berlin und Dublin. Für ca. 120 Millionen Euro wurden parallel Ankäufe in Amsterdam und München getätigt. Auch in der Region Asien-Pazifik prüft AM ALPHA weitere Ankäufe für spezialisierte Fonds-Vehikel und Einzelmandate, vornehmlich in Australien, China, Hong Kong, Südkorea und Singapur. Derzeit verwaltet AM ALPHA in der Region Asien-Pazifik ein Fondsvolumen von mehr als 1,1 Milliarden US$.

NBIM

Norges Bank Investment Management (NBIM) verwaltet das aus den Öleinahmen resultierende Vermögen und ist mit einem Vermögen von 840 Milliarden Dollar einer der weltweit größten Staatsfonds. Er will den Anteil von Immobilien-Positionen in seinem Portfolio auf etwa 5 Prozent ausweiten. Erst Ende vergangenen Jahres hatte das NBIM zusammen mit einer Tochtergesellschaft von Axa Real Estate Investment Managers den 28 geschossigen „SZ-Turm" für 164 Millionen Euro gekauft. Verkäufer war damals die Prime Office REIT-AG.

 

Quellen: AM alpha, Immobilien Zeitung, Property Magazine International, Die Welt,

Foto: Ulrich Lohrer