Bogenhausen: Bayerische Versorgungskammer kauft Siemens-Objekt

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) hat für ihre Versorgungswerke den ehemaligen Siemens- Standort an der Richard-Strauss-Straße 76 in München von der Siemens AG erworben.

 

Käuferin ist eine Objektgesellschaft, an der alle Versorgungseinrichtungen beteiligt sind. Die BVK kennt den Standort rund um den Arabellapark im Bezirksteil Parkstadt Bogenhausen des Bezirks Bogenhausen bestens und möchte das gut 20.000 Quadratmeter große Grundstück einer neuen Entwicklung zuführen und damit an die erfolgreiche Eigenentwicklung des Büroobjekts  Arabeska in der direkten Umgebung anknüpfen. Dazu sollen in Kürze die Gespräche mit der Landeshauptstadt München angestoßen werden.

„Grundstücke in dieser Größe und Lage sind in München äußerst rar gesät, dementsprechend sind wir sehr froh darüber, dass wir uns dieses Premiumgrundstück in dem hart umkämpften Wettbewerb sichern konnten“, erklärt André Heimrich, Vorstand Kapitalanlagen der BVK.

Die CBRE GmbH hat die Transaktion im Auftrag des Verkäufers strukturiert und begleitet.

In dem Komplex im Münchner Osten  war bis 2014 die Siemens-Vertriebsabteilung für den Raum Süddeutschland untergebracht. Nachdem die dort verbliebenen Siemens-Mitarbeiter an den Stadtrand nach Neuperlach umgezogen seien, standen die Büroräume samt Kantine und Sanitäranlagen leer, sollten aber zwischenzeitlich als Asylunterkunft genutzt worden sein.

Mit dem Verkauf der Immobilie in Bogenhausen hat die Siemens AG außer ihrer Zentrale am Wittelsbacherplatz in der Maxvorstadt weitgehend alle größeren Liegenschaften in München veräußert und nutzt Büro-, Verwaltungs- und Laborgebäude in München nun fast nur noch als Mieter.

Geschichte des Gebäudes

Die kaufmännischen, technischen und gewerblichen Mitarbeiter der Zweigniederlassung München, wie das Vertriebsbüro seit 1949 heißt, waren in seit 1954 in dem Carl Friedrich von Siemens-Haus in der Prannerstraße 8 im Kreuzviertel der Münchner Altstadt untergebracht. In den 1960er Jahren entsprechen die beengten Räumlichkeiten im Carl Friedrich von Siemens-Haus nicht länger den Anforderungen an einen effizienten Bürobetrieb. Dank Unterstützung der Stadt München beginnt Siemens im Juni 1965 mit dem Neubau eines ausgedehnten Bürokomplexes im Stadtteil Bogenhausen. Zwei Jahre später sind die ersten Gebäude an der Richard-Strauss-Straße fertiggestellt; der Umzug der Zweigniederlassung München beginnt. Die verkehrsgünstige Lage am Mittleren Ring sorgt dafür, dass die Lager- und Werkstattbetriebe in Freimann beziehungsweise im Westend besser erreichbar sind. Erst im Herbst 2014 wechselt die Niederlassung erneut den Standort – und zieht nach München-Perlach.

Bayerischen Versorgungskammer:

Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands ist die Bayerische Versorgungskammer ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für berufsständische und kommunale Altersversorgung. Sie führt die            Geschäfte von zwölf            rechtlich selbständigen berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen mit insgesamt ca. 2,1 Millionen Versicherten und Versorgungsempfängern, rund 4,2 Milliarden Euro jährlichen Beitrags- und Umlageeinnahmen und rund drei Milliarden Euro jährlichen Rentenzahlungen. Sie managt für alle Einrichtungen zusammen ein Kapitalanlagevolumen von derzeit ca. 66 Milliarden Euro (Buchwert). Die Bayerische Versorgungskammer beschäftigt 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist seit März 2010 Unterzeichner der Charta der Vielfalt und seit 2011 Unterzeichner der UNPRI Richtlinien.

Quellen: Bayerische Versorgungskammer, Pressemeldung vom 25.04.2016, https://www.siemens.com/history/de/aktuelles/1298_siemens-in-muenchen.htm

Foto: Richard-Strauß-Straße mit Immobilie Hausnummer 76 (rechts), Ulrich Lohrer