Maxvorstadt: Swiss Life und Universal Investment kaufen Oskar

Verkäufer ist der US-amerikanische Immobilieninvestor Hines, der als Siemens-Forum von Star-Architekt Richard Meier entworfene Premium-Büroquartier mit der südkoreanischen Pensionskasse NPS 2013 erworben.

 

Swiss Life Asset Managers und Universal-Investment haben in Zusammenarbeit mit Corpus Sireo Real Estate Oskar in München als Joint-Venture erworben. Universal-Investment beteiligt sich dabei für einen Fonds der Bayerischen Versorgungskammer am Bürokomplex und Swiss Life Asset Managers für einen Fonds der Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland. Als Asset Manager wird Corpus Sireo fungieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der „Immobilienmanager“ nannte einen Betrag von 390 Millionen Euro – Hines und NPS hatten das Objekt 2013 für 150 Millionen Euro erworben.
Der Kaufvertrag unterliegt noch einem Vorbehalt aufgrund der ausstehenden Zustimmung der Kartellbehörden. Der markante Gebäudekomplex am Altstadtring diente seit 1999 als Hauptsitz von Siemens. Nach dem Auszug des Technologiekonzerns erfolgte von 2017 bis Anfang 2019 ein komplettes Refurbishment von einem Single-Tenant- zu einem Multi-Tenant-Objekt. Neben dem Verlagshaus Condé Nast und dem Co-Working Anbieter WeWork haben auch Amazon Web Services repräsentative Räumlichkeiten im Oskar bezogen.
Der vollvermietete Bürokomplex am Oskar-von-Miller-Ring 20 umfasst sechs Ober- und drei Untergeschosse mit insgesamt rund 26.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche und knapp 250 Tiefgaragenstellplätze. Ende 2018 wird im Erdgeschoss zudem ein Café seine Pforten öffnen. „Die neugestalteten Flächen sind für eine langfristige, flexible Nutzung durch ihre renommierten Mieter ausgelegt. Wir freuen uns daher, für die neuen Eigentümer ein besonders nachhaltiges Investment zu sichern, das den Anlagephilosophien beider Partner entspricht.“ Roy Brümmer, Head of Investment & Transaction, Corpus Sireo Real Estate, sagt:
„Es ist uns gelungen, das Oskar ins Zeitalter der Digitalisierung zu führen und moderne, flexible sowie nachhaltig nutzbare Class-A Büroflächen zu schaffen. Die Immobilie bietet den Käufern ein erstklassiges Objekt in äußerst gefragter Lage. Zusätzlich garantiert die Vollvermietung nachhaltig Sicherheit. Wir freuen uns sehr, mit der Bayerischen Versorgungskammer und Swiss Life zwei namhafte Käufer für die zukünftige Weiterführung des Projektes gefunden zu haben», sagt Jeanette Hesser, Director Asset Management von Hines in Luxemburg.
Das Oskar liegt im Geschäftszentrum der bayerischen Metropole, in direkter Nähe zum Odeonsplatz und Hofgarten. Das Münchener S- und U-Bahn-Netz sowie die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind fußläufig erreichbar. Zur Nachbarschaft des Oskar zählen überwiegend Regierungsgebäude und Banken.

Quellen: Pressemeldung Corpus Sireo 20.12.2018; Immobilienmanager    

Condé Nast mietet im Oskar

Hines vermietet über 8.000 Quadratmeter in der Immobilie Oskar – dem ehemaligen Siemens-Forum an den Verlag Condé Nast. Das Gebäude wurde von eineinhalb Jahren von dem in den USA beheimatete Immobilien-Investor und Entwickler Hines für die staatliche südkoreanische Pensionskasse National Pension Service (NPS) erworben..

Wie das mit dem Asset Management betraute Unternehmen Hines mitteilt, unterzeichnete der Condé Nast Verlag einen Mietvertrag über mehr als 8.000 Quadratmeter Bürofläche im Oskar, der repräsentativen Immobilie am Oskar-von-Miller-Ring. Das Gebäude wird zur Zeit noch von Siemens-Mitarbeitern genutzt. Nach der Fertigstellung der neuen Siemens-Zentrale soll Oskar Ende 2016 revitalisiert werden. Condé Nast sicherte sich zwei Stockwerke und übernimmt rund ein Drittel der gesamten Bürofläche. Bei der Anmietung war die CBRE GmbH vermittelnd tätig.

Condé Nast ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Advance Publications, Inc., einem der größten privaten Medienunternehmen der Welt, und hat in Deutschland traditionsreiche, Medienmarken wie VOGUE, GLAMOUR, myself, GQ, AD und WIRED im Portfolio. Das Verlagsgebäude befindet sich aktuell in der Karlstraße 23, in einem von Steidle Architekten entworfenen Gebäudeteil der des Quartiers Lenbach-Gärten am Alten Botanischen Garten im Königsplatzviertel, ebenfalls in der Maxvorstadt.

 „Das Oskar hat uns nicht nur durch die hervorragende, repräsentative Lage und Architektur überzeugt, auch die Flexibilität der Flächen, die unseren sich schnell wandelnden Arbeitsabläufen ideal gerecht werden, war entscheidend für die Standortwahl“, so Roland Riedesser, Finanzdirektor von Condé Nast Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen so prominenten Mieter wie den Condé Nast Verlag von unserem Oskar überzeugen konnten“, so Alexander Möll, Senior Managing Director von Hines Immobilien. „Das ist wegweisend für die weiteren Vermietungsgespräche, denn es unterstreicht die hervorragende Qualität des Standorts und des Produktes.“ Oskar wurde 1998 als Siemens-Forum von Richard Meier entworfen und erfährt nach dem Auszug von Siemens Ende 2016 eine umfängliche Revitalisierung durch Hines.

Das Gebäude mit der einzigartigen Handschrift von Richard Maier zeichnet sich neben der repräsentativen Adresse und der großzügigen Empfangslobby durch eine perfekte Ausstattung und effiziente Grundrisse aus. Neben dem Anschluss an den ÖPNV bietet das Gebäude eine hohe Anzahl an Stellplätzen.

„Wir führen derzeit diverse Gespräche mit weiteren potentiellen Mietern und sind deshalb sehr zuversichtlich, in absehbarer Zeit weitere attraktive Abschlüsse tätigen zu können“, so Christian Meister, Managing Director von Hines Immobilien in München. „Außerdem erwarten wir aufgrund der derzeitigen Situation am Münchner Immobilienmarkt und der in letzter Zeit erfolgten Abschlüsse, nicht nur im Oskar, zeitnah eine weitere Verknappung von zusammenhängenden Büroflächen in der Innenstadt. Wir gehen daher davon aus, dass das Interesse großer Büromieter insbesondere bei einmaligen Projekten wie dem Oskar weiter steigen wird.“

Quellen: Hines, Conde Nast, Deal-Magazin, immobilienreport, Property Magazin vom 02.03.2015

 

6. Oktober 2013: Siemens verkauft Siemens-Forum ansüdkoreanische Pensionskasse NPS

 

Der Siemens-Konzern hat das Siemens-Forum am Oskar-von-Miller-Ring 20 verkauft. Der Kaufpreis soll bei gut 150 Millionen Euro liegen. Erst vor kurzem hatte Siemens daneben mit dem Bau der neuen Konzern-Zentrale begonnen

Käufer des Siemens-Forums sind die staatliche südkoreanische Pensionskasse National Pension Service (NPS) und der in den USA beheimatete Investor und Entwickler Hines. Das vom amerikanischen Stararchitekten Richard Meier geplante Gebäude mit 43.000 Quadratmeter BGF wurde 1999 fertig gestellt und diente als öffentliche Ausstellungsplattform, Auditorium und Cafeteria für Siemens. Siemens bleibt als Mieter bis zur Fertigstellung der benachbarten neuen Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz noch drei Jahre im Forum.

Laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ will Siemens dann in dem Gebäude langfristig Räume für eine Kindertagesstätte anmieten. Die Erwerber würden keine größeren Eingriffe in die Architektur des Forums planen Vorgesehen sei, dass mehrere verschiedene Mieter einziehen werden. Die Anpassungen der Räume sollen in Abstimmung mit dem Büro Richard Meier erfolgen.

Vermittelt wurde die Transaktion von CBRE.

Das Siemens Kulturforum ist ein Gebäude, das Teil mehrerer Bauten der Siemens AG im Viertel ist. Der Entwurf von Richard Meier & Partner des aus verschiedenen Innenhöfen bestehenden Komplexes entstand 1983, der Bau erfolgte aber erst zwischen 1991 bis 1999. Der Bau schirmt das Viertel vom Verkehr des Oskar-von-Miller-Ring ab und bildet zusammen mit dem von Eduard von der Lippe und Hans Maurer Mitte der fünfziger Jahre erbauten ehemaligen Verwaltungsgebäude der Siemens AG – nun im Besitz der MEAG – den mordwestlichen Eckpunkt des Quartiers. "Hier wird der Zusammenhang gesucht und ausgedehnt: nicht nur funktional und gestalterisch, sondern auch historisch und typologisch durch den Bezug zu den umstehenden Gebäuden und Stadtganzen," (Meier). Dafür hat Meier einen markanten Kopfbau als Eingangsgebäude gesetzt. Hinter dem sechsgeschossigen schmalen Fensterfronten nach Norden und Süden befindet sich die Empfangshalle mit dem Foyer. In diesem Kopfbau wurde ein Rundbau mit einem Vortrags- und Aufnahmesaal gestellt, um den runde Rampen die die verschiedenen Stockwerke miteinander verbinden. An der Spitze dieses Gebäude befindet sich das Kreisrunde Café mit einer Terrasse. Meier greift mit dieser stockwerksübergreifenden Verbindung Le Corbusiers "promenade architecture" auf.