Luxusimmobilien: Kauflaune verhalten

Das Maklerunternehmen Engel & Völkers hat seinen aktuellen Marktbericht zu Luxusimmobilien veröffentlicht. Danach ist die Kauflaune im oberen Segment deutlich verhaltener – München bleibt aber die deutsche Luxushochburg.

 

Die Entwicklungen im Luxussegment verlaufen laut dem „Marktbericht 2019 Luxusimmobilien der Top-7-Städte Deutschlands“ von Engel & Völkers auf Anbieter- und Abnehmerseite gegensätzlich. Während die Kauflaune, auch im obersten Luxussegment, deutlich verhaltener wird, zeigen sich die Anbieter davon unberührt. „Die Grundstückspreise sind ungemindert hoch, die Baukosten angesichts der angespannten Lage im Bau- personalbereich ebenso. Die Käufer hingegen sind nicht mehr bereit, die Preisentwicklung mitzutragen“, so Florian Freyrtag-Gross, Geschäftsführer von Engel & Völkers München. 

Nur Hamburg und München konnten die Spitzenpreise im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der leichte Rückgang in den anderen Städten liegt jedoch nicht an mangelnder Nachfrage, sondern vielmehr daran, dass Ausnahmeobjekte, bei denen Spitzenpreise erzielt werden, kein Regelfall sind und nicht mehr viele Käufer in der Lage sind, diese Preise aufzurufen. Die letzte verkaufte Wohnung in der Hamburger Elbphilharmonie stellt mit 38.600 Euro pro Quadratmeter den mit Abstand höchsten Kaufpreis des Jahres 2018 in den Top-7-Metropolen dar. Dieses Ausnahmeobjekt in der Westspitze des Hamburger Wahrzeichens übertrifft damit sogar die Spitzenpreise Münchens und ebenfalls die der vergangenen Jahre.

München bleibt jedoch die deutsche Luxushochburg. In keiner anderen Stadt in Deutsch- land werden zu einer so hohen Zahl Objekte im siebenstelligen Bereich angeboten und in keiner Metropole liegt der Einstiegspreis im Luxussegment so hoch wie in München. Bei den Häusern beginnt das Luxussegment bei ca. 2,7 Millionen Euro. Die Zahl der Angebote über diesem Wert lag im ersten Quartal 2019 bei 44. Der Spitzenpreis lag 2018 bei 15 Mllionen Euro, 2017 sogar bei 18 Millionen Euro. Noch deutlicher hebt sich München bei den Luxuswohnungen ab. In München zählen Wohnungen ab einem Quadratmeterpreis von etwa 11.800 Euro pro Quadratmeter als Luxus. Insgesamt wurden 2019 im ersten Quartal 455 Wohnungen über diesem Preis angeboten. Der durchschnittliche Angebotspreis lag dabei bei 14.448 Euro pro Quadratmeter. Der Spitzenpreis erhöhte sich von 2017 auf 2018 von rund 29.000 auf rund 32.000 Euro pro Quadratmeter. Dieser Höchstpreis wurde im Vergleich der sieben Metropolen nur von einem einzigen Objekt in Hamburg übertroffen.

Zu den begehrtesten Lagen zählen weiterhin die Stadtteile Altbogenhausen, Lehel und Neuschwabing. Diese drei Stadtteile lassen sich aktuell als die teuersten der Bundesrepublik bezeichnen. In Altbogenhausen werden Wohnungen im Luxussegment durchschnittlich für etwa 18.500 Euro pro Quadratmeter angeboten. 

Weitere Informationen:

Engel & Völkers: Luxusimmobilien – Top-7-Städte Deutschlands – Marktbericht 2019    

Quelle: Engel & Völkers

Bildnachweis: Luxusimmobilie in Altbogenhausen, Foto Ulrich Lohrer