Amerikanische Notenbank erhöht Leitzinsen auf zwei bis 2,25 Prozent

Der Präsident der amerikanischen Notenbank Fed Jerome Powell, hat trotz Kritik von US-Präsident Donald Trump zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins heraufgesetzt. Die Federal Reserve erhöhte den Zins um 0,25 Punkte auf einen Korridor von 2,0 bis 2,25 Prozent. 

 

Es war bereits die achte Zinserhöhung seit Ende 2015. Bis Ende 2019 stellte die Fed vier weitere Erhöhungen in Aussicht.

Jerome Powell machte deutlich, dass die Kritik Trumps keinen Einfluss auf die Geldpolitik habe. „Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren“, sagte Powell. Die Notenbanker richteten ihre Entscheidungen ausschließlich am Auftrag der Fed aus, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Inflation stabil zu halten. Nachdem die Teuerungsrate des Verbraucherpreisindex in den USA im Juli bei 2,9 Prozent gelegen hatte, lag die Inflationsrate zuletzt im August bei 2,7 Prouent.

Die erste der weiteren Erhöhungen soll noch in diesem Jahr erfolgen. Mit den Erhöhungen will die Fed ihre mit der Finanzkrise gelockerte Geldpolitik normalisieren. Mit der aktuellen Erhöhung reagiert die Fed auch auf die erfolgreiche US-Wirtschaft mit Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Mit den Zinserhöhungen kann die Fed einer Überhitzung der Konjunktur vorbeugen. 

Die Inflation in Deutschland ist im September überraschend deutlich auf 2,3 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der höchste Wert seit fast sieben Jahren. Die Europäische Zentralbank  unternimmt bislang keine Schritte, die Leitzinsen, die bei Null Prozent liegen, zu erhöhen. Weil die Inflation deutlich die Zinserträge übersteigen, ist für deutsche Anleger der Realzins negativ und damit die Anlagen in Sparanlagen mit einem stetigen realen Vermögensverlust verbunden. Im Falle einer Kunjunkturkrise oder eines Crashs hat die Europäische Zentrallbank aufgrund der Nullzinspolitik auch kaum Möglichkeiten mehr, durch die Geldpolitik gegen eine Krise zu steuern.

27. September 2018

 

Juni 2018: erhöht Leitzins bis auf zwei Prozent

Weil die amerikanische Wirtschaft „sehr gut läut,“, so Jerome Powell, Präsident der  amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED), erhöht diese den Refinanzierungssatz für Banken um 0,25 Prozentpunkte auf die Spanne 1,75 bis 2,00 Prozent – dem höchsten Leitzinsniveau seit zehn Jahren.

Dies ist die siebte Zinserhöhung der FED seit Beginn der ersten Zinserhöhung Ende 2015. Weil die Erwerbslosenquote in den USA mit 3,8 Prozent den niedrigsten Stand seit 18 Jahren erreicht hat, geht das Federal Open Market Committee von einer weiterhin starken Wirtschaft und einem erhöhten Anstieg der Preise aus. Die FED strebt an, dass die Inflation nicht nachhaltig die Grenze von zwei Prozent übersteigt. Tatsächlich erreichte die Jahresinflationsrate im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit sechs Jahren. Weil die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump zudem die Konjunktur anheizt, müssen die Notenbanker befürchten, dass die Inflation nur schwer unter die Zielmarke zu drücken ist. Die amerikanische Zentralbanker haben deshalb deutlich signalisiert, statt den ursprünglich insgesamt drei Zinserhöhungen in diesem Jahr nun vier Zinsschritte – also noch zwei weitere in 2018 – anzustreben.

Die Rendite amerikanische Staatsanleihen liegt aktuell bei knapp drei Prozent. Es wird erwartet, dass die chinesische und japanische Zentralbanken ebenfalls diese Woche noch die Leitzinsen erhöhen.

13. Juni 2018

 

März 2018: FED erhöht Leitzins auf Spanne 1,5 bis 1,75 Prozent

In der ersten Sitzung unter Jerome Powell, dem neuen Chef der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED) wurde die Zinsrate auf einen Zielkorridor von nun 1,50 bis 1,75 Punkte heraufgesetzt. Eine schnellere künftige Zinsanhebung als bislang erwartet, gilt als wahrscheinlich.

Die FED setzte damit die unter Powells Vorgängerin Janet Yellen Ende 2015 begonnene schrittweise Zinserhöhung in der weltgrößten Volkswirtschaft fort. „Die Volkswirtschaft ist in den vergangen Monaten stärker geworden“, heißt es in der Mitteilung der amerikanischen Zentralbank. Während die Fed ihren Straffungskurs für das laufende Jahr mit drei in Aussicht gestellten Zinserhöhungen beibehält, signalisierte sie einen etwas strafferen Kurs in den Jahren danach. Für 2019 werden anstatt der bisher signalisierten zwei Zinsanhebungen jetzt drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Für 2020 wurde die Projektion ebenfalls etwas angehoben.

Mit der von US-Präsident Donald Trump vorangetriebenen Senkung der Unternehmenssteuer wird sich das ohnehin bereits starke Wachstum der USA wohl noch beschleunigen. Aufgrund der jahrelangen expansiven Geldpolitik und der geringen Arbeitslosigkeit wird von einem stärkeren Anstieg der Inflationsrate gerechnet, weshalb die Zentralbanker versuchen das Geldmengenwachstum zu dämpfen, um die Volkswirtschaft vor einer Überhitzung zu bewahren. Zudem dürfte die Sorge bestehen, dass bei einem Konjunktureinbruch ein ausreichend hohes Zinsniveau erreicht ist, um dann wieder mit einer wirksamen Zinssenkung entgegensteuern zu können.

An den Finanzmärkten zeigten sich die deutlichsten Reaktionen zunächst am Anleihemarkt. Die Renditen für amerikanische Staatsanleihen stiegen spürbar an.

Damit erhöht sich die Zinsdifferenz zum Euroraum, wo der Leitzins bei 0 Prozent liegt, weiter. 

21. März 2018

Dezember 2017: US-Notenbank erhöht zum drittenmal in 2017 den Leitzins

Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) hat ihren Leitzins um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 1,25 bis 1,50 Prozent erhöht. Es dürfte die letzte Zinserhöhung unter der Vorsitzenden Janet Yellen sein, die ihr Amt am 1. Februar 2018 an Jerome Powell übergibt

„Die Zinsänderung wird unter der Erwartung des Zentralbankrates eines weiterhin starken Arbeitsmarktes mit nachhaltiger Schaffung neuer Arbeitsplätze, besserer Bedingungen für Arbeiter und steigende Löhne und Gehälter getroffen“, sagte FED-Chefin Janet Yellen nach der Bekanntgabe der Zinserhöhung. Nach der Bekanntgabe der Zinsentscheidung sanken die Renditen der amerikanischen Staatsanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit. Hinsichtlich der stark gestiegener Vermögenspreise (Aktien, Immobilien) angesprochen, betonte Yellen, dass die hohe Bewertungen nicht notwendigerweise bedeuten müssten, dass die Vermögenswerte überbewertet oder zu hoch mit Kredit finanziert seien.

Die dritte Erhöhung der Leitzinsen der größten Volkswirtschaft der Welt wurde von der überwiegenden Mehrheit der Marktbeobachter erwartet.  Damit hat sich die Zinsdifferenz zu anderen großen Volkswirtschaften wie China, Japan und vor allem des Euro-Raumes weiter erhöht. Dezember 2017

Juni 2017: FED erhöht Leitzinsen

Zum zweitenmal innerhalb weniger Monate hat die US-Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed) unter ihrer Vorsitzenden Janet Yellen ihren Leitzins erhöht. Das Zielniveau liegt damit nun bei 1,0 bis 1,25 Prozent und damit um 0,25 Punkte höher als bisher.

Der Beschluss der Zinserhöhung gilt als Maßnahme zur Vermeidung des Anstiegs der Inflationsrate nach der jahrelangen expansiven Geldpolitik mit den historisch niedrigem Zinsnveau. Die amerikanischen Zentralbanker haben die Entscheidung zwar getroffen, obwohl die Inflation jüngst leicht nachgegeben hatte und auch weniger neue Arbeitsplätze geschaffen wurden als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote war zuletzt auf 4,3 Prozent gefallen, allerdings waren unterm Strich nur 140.000 neue Stellen geschaffen worden. Fed-Chefin Janet Yellen machte allerdings deutlich, dass sie das Nachgeben der Inflation lediglich auf Sonderentwicklungen zurückführt. Es war die  zweite Leitzinserhöhung in diesem Jahr. Zuletzt hatte die Fed am 15. März 2017 die Leitzinsen um ein Viertelprozentpunkt erhöht.

Damit hat sich der Abstand zu dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Eurozone – aktuell Null Prozent – weiter vergrößert. Obwohl EZB-Präsident Mario Draghi offiziell weiterhin an der ultralockeren Geldpolitik festhält, mehren sich die Anzeichen, dass auch die EZB langsam ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen auslaufen lässt.

Quelle: FED, Medien vom 14.06.2017

 

15. März 2017: Fed erhöht Leitzins

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) unter Leitung von Janet Yellen dreht wieder etwas den Geldhahn zu. Der Zinssatz, zu dem sich Banken des Landes gegenseitig Geld leihen, steigt nach der letzten Zinserhöhung im Dezember 2016 von 0,75 Prozent auf nun bis 1,0 Prozent. Weitere Zinsschritte sind 2017 zu erwarten.

Die Zinserhöhung am 15. März 2017 war von den Märkten erwartet worden. Die Fed begründete ihn mit der anhaltend guten Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt sowie der anziehenden Inflation von 2,5 (Januar 2017) auf 2,7 Prozent (Februar 2017).

Die Federal Reserve unter Leitung von Janet Yellen deutete an, dass im laufenden Jahr bei anhaltend positiver Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage bis zu drei weitere Zinsschritte möglich seien.

Damit erhöht sich die Zinsdifferenz zum Euro-Raum weiter. Obwohl dort (Januar 2017: 1,8 Prozent)  – insbesondere in Deutschland (Februar: 2,2 Prozent) – ebenfalls die Inflation zuletzt deutlich gestiegen ist, hält die Europäische Zentralbank (EZB) unter Leitung von Mario Draghi die Leitzinsen weiter auf Tiefstand von 0 Prozent. Damit steigen nicht nur mittelfristig die Risiken eines unkontrollierbaren Anstiegs der Verbraucherpreise, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollars und damit eines Vermögensverlust der in Euro gehaltenen Anlagen.

Bild: Federal Reserve Building in Washington, AgnosticPreachersKid;  Official portrait of Governor Jerome H. Powell. Mr. Powell took office on May 25, 2012, to fill an unexpired term ending January 31, 2014. For more information, visit www.federalreserve.gov/aboutthefed/bios/board/powell.htm