1920er-Jahre-Moderne in der Villenkolonie

In der Gautinger Villenkolonie fällt das von Feye Peins entworfene Einfamilienhaus auf: Es ist eines der wenigen im Stil der 1920er-Jahre erbauten kleinen Wohnhäuser – und wohl das einzigste, das in der originären Farbgebung restauriert wurde.

 

Das Einfamilienhaus in der Karlstraße 17 in der Villenkolonie Gauting wurde 1928 erbaut. Aufgrund seiner Lage an der kleinen Parklandschaft zwischen Karlstraße, Waldpromenade und Gisilastraße bildet es einen besonderen Blickpunkt, der aufgrund der Farbgebung und Formensprache des Gebäudes dezent verstärkt wird.

Bauherrin war Benita von Lilienfeld-Bruemmer, die wohl als Komponistin tätig war und mit Künstlern wie dem Lyriker und Erzähler Gottfried Kölwel befreundet war.

Von dem Pasinger Architekt Feye Peins (1882-1968) stammt der Entwurf des eingeschossigen Satteldachbau. Der zurückhaltend wirkende Baukörper ist durch seine breite Schleppgaube und der Gestaltung der breiten und schmalen Fenster eine Besonderheit in der Villenkolonie auf.

Die neuen Eigentümer haben das Gebäude mit viel Liebe für Details und Vorsicht originalgetreu restauriert.

Quellen: Gehard Schober: Die Gautinger Villenkolonie, 2014, Seite 108, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Gauting

Bildnachweis: Karlstraße 17, Gauting, Foto: Ulrich Lohrer