Gautinger Schönheit im Reformstil

Vor dem Ersten Weltkrieg entwarf der Architekt Walter Sartorius für den Leibarzt der Industriellenfamilie Krupp einen auffallenden Satteldachbau in der Villenkolonie Gauting. Auch heute ist die Villa mit großzügigen Garten eines der Schmuckstücke der Würmtal-Villenkolonie.

 

In der Waldpromenade 20 in Gauting wurde 1914 nach Plänen des Planegger Architekten Walter Sartorius die eingeschossige Villa, mit zweigeschossigem Giebel und Fenstererkern im Reformstil errichtet. Bauherr war Dr. Fritz Pahl, der Leibarzt des Großindustriellen Friedrich Alfred Krupp.

Zum Garten und Eingang an der Waldpromenade erhebt sich über dem Erdgeschoss ein großes Dach, in dessen Mitte sich ein zweigeschossiges Zwerchhaus –  ein Giebelaufbau mit einem eigenen Dach – erhebt. „Der firsthohe Zwerchgiebel, der sich auf den großzügig, aufgefensterten Hauptraum im Erdgeschoss bezieht, und die beiden schönen Erker machen dieses symmetrisch angelegte Seite jedoch zur ausdrucksvollen Hauptfassade.“ (Gerhard Schober)

Im Innern hat sich die Ausstattung aus der Bauzeit erhalten und vermittelt ein hohes Maß an Eleganz. Außergewöhnlich ist auch der große und reich mit verschiedenen Pflanzen ausgestatte Garten.

Quellen: Gerhard Schober: Die Gautinger Villenkolonie, 2014; Seite 117; Bayerisches Landesamt  für Denkmalpflege

Bildnachweis: Foto: Ulrich Lohrer