Germering: Bürgerentscheid stoppt Wohnprojekt Kreuzlinger Feld

Ein Bürgerentscheid hat am 24. April in der Stadt Germering wegen zu dichter Bebauung das geplante Wohnprojekt mit 600 Wohnungen des Bauunternehmers und Projektentwicklers Vilgertshofer gestoppt. Nun muss ein neuer Bebauungsplan ausgearbeitet werden. 

 

Auf dem rund zehn Hektar großen Gelände im Westen von Germering zwischen Landsberger Straße und Kreuzlinger Straße sowie dem Starnberger Weg plant der Bauunternehmer Thomas Vilgertshofer 60 Mehrfamilienhäuser für insgesamt 600 Wohnungen zu errichten. Knapp 190 Mietwohnungen sollten gefördert werden, für 150 Wohnungen hat die Stadt das Vorauswahlrecht und das Ankaufsrecht. Zusätzlich sahen die Planungen eine Grundschule sowie eine Kita, einen Supermarkt, Arztpraxen, weiteren Einzelhandel und Gastronomie vor. Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Germering" lehnt das Vorhaben wegen der Dichte der Bebauung und der damit verbundenen Verkehrsbelastung ab. Ihr Bürgerbegehren zur Bebauung des Kreuzlinger Felds ist am 24. April 2022 mit 60,7 Prozent der Stimmen angenommen worden. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 44,5 Prozent. 13 406 der 30 138 Germeringer Wahlberichtigten gaben ihre Stimme ab, die weitaus meisten per Briefwahl. 

Der Bürgerentscheid entspricht einem Stadtratsbeschluss, den der Oberbürgermeister und die Verwaltung umzusetzen haben. „Dazu bin ich verpflichtet, und das werde ich auch tun", sagte Andreas Haas (CSU), Oberbürgermeister der Stadt. Das laufende Planungsverfahren ist damit gestoppt. Bis erneut ein fertiger Bebauungsplan steht, werde es nach der Einschätzung von Haas vier bis fünf Jahre dauern. Da auf dem Kreuzlinger Feld auch eine Schule gebaut werden soll, muss die Stadt nun auch ihre Schulplanung anpassen. 

Quelle: Stadt Germering, SZ, Thomas Daily vom 25.04.2022

Bildnachweis: Bebauungsplan Kreuzlinger Feld 2021. © Stadt Germering