Schönfeldvorstadt: Kubus mit Überraschungen

Das von den Berliner Architekten Sauerbruch Hutton entworfene Wohn- und Geschäftshaus an der Königinstraße 33 weist einige gestalterische Eigenheiten auf, die sich nicht bei einem ersten Blick erschließen.

 

Die Königinstraße an der Grenze zwischen Englischen Garten und der Schönfeldvorstadt der Maxvorstadt ist seit Ende des 18. Jahrhunderts eine begehrte Nobeladresse. Die alten Villen und Palais werden zum Teil durch Neubauten ersetzt. Ein Beispiel dafür ist ein 2013 von den Berliner Architekten Sauerbruch Hutton entworfenes Wohnhaus in der Königinstraße 33.

An der Straßenfassade  erscheint das fünfgeschossige Gebäude auf den ersten Blick als ein streng symmetrisch angelegter Kubus, der mit einer metallisch glänzenden Außenhaut versehen ist.

Tatsächlich weist der Grundriss an den Seiten und im Gartenbereich Überraschungen auf: An der Nordseite ragt schräg ein Erker aus dem Gebäude und im Hinterhof der Westseite sind die Gebäudekanten organisch gerundet.

Die Außenhaut besteht nicht aus Metall, sondern aus teilglasiertem Mauerwerk, das von der Straße aber wie ein einheitlicher Farbton erscheint und dem Gesamtkörper eine eigene farbliche Geschlossenheit gibt. Aus der Nähe erkennt man die verschiedenen Farben und in unterschiedlicher Tiefe angelegten Mauerelemente. Von der Distanz am Englischen Garten ergeben sich unterschiedliche Bereiche – ein dunkler unterer und eine hellerer oberer Gebäudebereich.

Die farbliche Gliederung der Außenhaut geht einher mit einer unterschiedlichen Nutzung im Gebäudeinneren. Hinter dem dunkleren Bereich befindet sich im Erd- und ersten Obergeschoss die Büroräume eines Verlags, im helleren oberen Bereich die Wohnräume, Räume für die private Kunstsammlung sowie ein Apartment.

Quellen: Sauerbruch Hutton: http://www.sauerbruchhutton.de/index.php?lang=de#projekte

Detail: http://www.detail.de/artikel/haus-k-muenchen-sauerbruch-hutton-6662/

Bildnachweis und Bildrechte: Ulrich Lohrer