Deutschland: Starker Anstieg der Wohnungspreise im 3. Quartal 2021

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind laut dem Statistischen Bundesamt im 3. Quartal 2021 um durchschnittlich zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Auch in München ist der Preisauftrieb weiterhin stark.

 

 

Dies ist bundesweit zum zweiten Mal in Folge der größte Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, nachdem die Preise bereits im 2. Quartal 2021 um 10,8 % gegenüber dem 2. Quartal 2020 gestiegen waren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben sich Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 4,2 Prozent verteuert.

Ein besonders starker Preisanstieg ließ sich sowohl in den TOP 7 Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) als auch in dünn besiedelten ländlichen Kreisen beobachten.

Laut dem Herbstbericht des Gutachterausschusses München lag der Geldumsatz im ersten bis zum 3. Quartal 2021 18 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dabei steig die Anzahl der Verkäufe im 1.-3. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent. Unter den 7.380 verkauften Eigentumswohnungen und Teileigentumsobjekten waren 2.290 Neubauobjekte. Die Preise für wiederverkaufte Wohnungen in guten und durchschnittlichen Wohngebieten lagen je nach Baujahr etwa zwischen 9000 Euro (Baujahre 2000 – 2009) und 7300 Euro (Baujahre 1960 – 1969) pro Quadratmeter. Die Preise von Neubauwohnungen in guten Lagen überschritten erstmals im Durchschnitt mit 10.500 Euro die 10.000 Euro-Grenze pro Quadratmeter, in durchschnittlichen Wohnlagen kosteten Neubauwohnungen im Durchschnitt etwa 9.600 Euro pro Quadratmeter.

Bundesweit stiegen laut dem Statistischen Bundesamt die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den Metropolen jeweils um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ein noch markanterer Preisanstieg zeigte sich mit +15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bei Ein- und Zweifamilienhäusern in dünn besiedelten ländlichen Kreisen. Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 11,2 Prozent Auch in dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen deutlich an: Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten im Schnitt zwölf Prozent mehr als im Vorjahresquartal, Eigentumswohnungen 12,3 Prozent.

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Quellen: Pressemitteilung Nr. 593 vom 22. Dezember 2021; Gutachterausschuss München Immobilienmarkt 2021 Herbstbericht