UBS-Bubble-Index: Platzt die Preisblase oder tritt die Luft langsam aus?

Laut der aktuellen Studie des Schweizer Vermögensverwalters UBS ist unter den Immobilienmärkten der Eurozone in Frankfurt und München das Risiko einer Immobilienpreisblase am höchsten. Nun wird ein Preisrückgang registriert.

 

In Frankfurt und München sind die Immobilienpreise mehr als doppelt so hoch wie in den vergangenen zehn Jahren. Trotz hohem Leerstand in München wird der Markt nun durch den Anstieg der Zinsen für Immobiliendarlehen getroffen. Nach mehr als einem Jahrzehnt gesunkener Zinsen kommen nun überbewertete Immobilien unter Druck. Um die aktuell zehnstellige Inflation unter Kontrolle zu bekommen, muss die Europäische Zentralbank die Leitzinsen noch auf einem deutlich höheren Niveau erhöhen. Die Analysten von UBS halten einen Seitwärtsverlauf der Wohnungspreise für unrealistisch. Das Immobilienportal immowelt registriert in ihrem Preiskompass für München bereits das zweite Quartal in Folge sinkende Preise für Eigentumswohnungen. Die Frage ist, wie schnell und lange die Preise zurückgehen werden. Zu erwarten ist, dass dort die Preise am stärksten sinken, wo sie im Verhältnis zu den regionalen Einkommen und Mieten am höchsten sind. Danach sind weltweit die Wohnungspreise inToronto, Frankfurt am Main, Zürich, München, Vancouver und Amsterdam am stärksten überbewertet, also die Preisblase am größten. Relativ fair bewertet sind dagegen Wohnungen in Dubai und in Warschau.

Weitere Informationen:

UBS Global Real Estate Bubble Index 2022

 

Quelle: UBS 10 / 2022

Grafiken: UBS Global Real Estate Bubble Index 2022